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May 12 2015

Carpe nieschem – Nutze die Nische

Nischen-Netzwerke mit klarem Fokus auf eine Zielgruppe und ein Contentformat gewinnen an Bedeutung und erreichen für Unternehmen relevante Reichweiten.

It’s dead to us. Facebook is something we all got in middle school because it was cool but now is seen as an awkward family dinner party we can’t really leave.“ – so sieht es zumindest der 19-jährige US Student Andrew Watts. Zu Beginn des neuen Jahres sorgte sein Artikel über Social Media aus der Sicht eines Teenagers im Netz für Diskussionen. Watts erklärt uns darin nicht nur, dass kein Teenager mehr Facebook nutzt, sondern auch welche Kanäle stattdessen hip sind, nämlich die üblichen Verdächtigen: Instagram, Snapchat oder tumblr.

Das allein lässt Unternehmen noch nicht aufhorchen. Facebook ist trotz allem noch lange nicht „tot“. Doch die Relevanz von kleineren Nischennetzwerken sollte spätestens 2015 kein Social Media Marketer mehr unterschätzen. Nicht nur Teenager, sondern auch andere relevante Zielgruppen sind auf der Suche nach Alternativen zu Facebook. Und auch die Zahlen bestätigen das: so stieg allein bei tumblr die Zahl der aktiven Nutzer in den letzten 6 Monaten um 120%. Auch andere Soziale Netzwerke wie Pinterest mit 111% Nutzersteigerung, Instagram mit 64% und Snapchat mit 56% Zuwachs an aktiven Usern profitieren von diesem Trend.

Die Flucht ins Private

Einer der Gründe, warum sich Social Media Nutzer neben Facebook eine neue Spielwiese suchen, ist der Wunsch nach mehr Privatsphäre, weniger Werbung und mehr relevantem Content ohne überflutet zu werden. Genau dieser Bedarf war die Markteröffnung für Ello. Das Netzwerk inszeniert sich als Antithese zu Facebook: Werbefreiheit, Sicherheit der Daten und das ansprechende Design locken auch viele neugierige Social Media Kenner. Doch noch ist unklar, wie sich das Netzwerk entwickelt.

P2P Netzwerke wie Whatsapp oder Snapchat bieten scheinbar sichere Refugien für die Kommunikation innerhalb des Freundeskreises. P2P Netzwerke bleiben für Markenkommunikation nach wie vor ein Rätsel, entscheidet doch allein der User, wen er in den elitären Kreis der Whatsapp oder Snapchat Kontakte aufnimmt.

Anonymität garantiert auch das Netzwerk tumblr, in dem keine Klarnamen benutzt werden und je nach Belieben gebloggt oder nur beobachtet werden kann.

Fragmentierung von Zielgruppe und Formaten

Mit der Vielzahl an Sozialen Netzwerken, die an Relevanz gewinnen, verteilen sich bestimmte Zielgruppen auf ihr bevorzugtes Netzwerk. Jeder weiß: Snapchat ist für pubertierende Schüler, Pinterest für junge, kreative Frauen, Instagram für lifestyleaffine Mittzwanziger und Twitter für Leute, die „was mit Medien machen“. Auch beim Content wird genau unterschieden, was auf welchem Kanal geteilt wird. Schräge Snaps gibt es für die engen Freunde, aufgehübschte Fotos mit Filtern für die gesamte Instagram Community.

Konsequenzen für Unternehmen

Unternehmen müssen in einem ersten Schritt genau wissen, wen sie auf den sozialen Netzwerken erreichen wollen. Ein Beispiel dafür, wie man tumblr gut nutzen kann, zeigt Dell. Auf der tumblr Page Tough enough richtet sich Dell an IT Spezialisten und teilt mit ihnen die besten DAU Erlebnisse (DAU steht hier für Dümmster anzunehmender User). Der Grund warum tumblr als Plattform genutzt wird und nicht etwa eine Microsite, ist einerseits, dass die Inhalte auf tumblr einfach geshared werden können. Außerdem spielt auch die anonyme Umgebung von tumblr eine entscheidende Rolle. Auch die US Fastfoodmarke Taco Bell hat das Potenzial von Nischennetzwerken schnell erkannt und kommuniziert schon seit 2013 mit seinen Fans auf Snapchat. Mittlerweile erhalten ca. 200 000 Millenials die Snaps von Tace Bell und schauen sie sich auch zu 90% an. Für die Marke ist vor allem das hohe Engagement der Snapchat Nutzer ein Grund dort präsent zu sein.

Den adäquaten Kanal finden

Generell hängt die Relevanz eines Netzwerks nicht nur von den Nutzerzahlen ab, sondern vor allem von der Zielgruppe, die einen bestimmten Kanal nutzt. So kann zum Beispiel Snapchat durchaus der richtige Kanal sein, um seine Brand Message unter Teenagern zu verbreiten. Obwohl die Nutzerzahlen für die Deutschland erst bei 2,5 Millionen liegen.

Der Trend der Focused Networks ist nicht neu. Doch 2015 ist es für Unternehmen an der Zeit neue Wege zu gehen. Nicht nur auf Facebook zu setzen, sondern mit neuen Kanälen und Contentformaten zu experimentieren. Der Wandel erfordert es, dass Unternehmen ihre Onlinepräsenz in Hinblick auf eine markenadäquate Kanalstrategie sowie eine medienadäquate Implementierung überprüfen. Innovative Marken müssen besonders schnell reagieren können, um als Pioniere auf neuartigen Plattformen aufspringen zu können.

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April 17 2015

January 15 2015

Digital Trends 2015

Was bewegt die digitale Kommunikation von Consumer- & Retail-Brands 2015?
Das sind unsere drei wichtigsten Antworten:

Point of Networked Sale

Die zunehmende Verbreitung von NFC und Bluetooth Low Energy (BLE) in mobilen Endgeräten ermöglicht einen interaktiven Einkauf, bei dem Shops mit der digitalen Welt verschmelzen.

TRENDS2015_1

Focused Networks

Nischen-Netzwerke mit klarem Fokus auf eine Zielgruppe und ein Contentformat gewinnen an Bedeutung und erreichen für Unternehmen relevante Reichweiten.

TRENDS2015_2

Illustrative Design

Webdesign wird 2015 noch greifbarer und individueller. Durch die Verwendung von Layering und subtilen Animationen verhalten sich die Elemente einer Website wie in der Realität und werden dadurch intuitiv nutzbar.

TRENDS2015_3

Die digitalen Trends 2015 als PDF Download

Die digitalen Trends 2015

 

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December 11 2014

FB@Work: Facebook will ins Büro

Facebook wirft ein weiteres mal seine Marktmacht ins Spiel, um bestehende Services zu übernehmen. Ihr nächstes Produkt visiert LinkedIn, Xing und Microsofts Yammer an.

Nachdem Facebook die Freizeit vieler Menschen erobert hat, visiert es jetzt auch die Geschäftszeiten an, berichtet die Financial Times. Damit versucht der kalifornische Konzern mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Jeder Vierte ist während der Arbeit auf Facebook. Doch da Chefs dabei einen Verlust an Produktivität fürchten, haben zum Beispiel mehr als die Hälfte aller amerikanischen Firmen den Zugang zum Sozialen Netzwerk gesperrt.

Angriff auf etablierte Karrierenetzwerk

„Facebook at Work“ soll das ändern. Mit einem Geschäftskonto neben dem privaten Profil will FB interne Firmenkommunikation und Vernetzung abdecken. Berufliche Kontakte sammeln, die Arbeitsskizzen weiterschicken, das soll mit FB@Work passieren. Damit versucht sich Facebook am Geschäftsfeld von LinkedIn ( 300 Millionen Menschen in mehr als 200 Ländern) oder im deutschsprachigen Raum von Xing (14 Millionen Menschen). FB@Work würde zwar Nutzern helfen, private Inhalte von geschäftlichen zu trennen, aber was macht es besser als die bestehenden Services? Der Mehrwert von FB@W sind Collaboration Tools, die IBM Connections, Jive oder Google Drive Konkurrenz machen soll. Das heißt mit Kollegen chatten und gemeinsam Dokumente bearbeiten.

Fazit

Um das neue Produkt zu etablieren, muss Facebook erst das Vertrauen der Unternehmen gewinnen. Denn um sensible Dokumente auf Facebook zu bearbeiten und speichern, muss jeder Zweifel an Datenschutz Schwierigkeiten beseitigt sein. So herausfordernd diese Mission auch wird, für Unternehmen birgt FB@Work die Chance dezentrale Arbeitsflüsse zu vereinfachen und besser zu vernetzen.

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All I want for Christmas is views

Was es einer britischen Kaufhaus Kette gebracht hat, ihre Weihnachtskampagne erstmals vor der TV-Premiere auf Facebook zu verbreiten.

Ab Anfang November bringen die britischen Retailer ihre Kunden mit aufwendigen Kampagnen in Weihnachtsstimmung. Mit der rührenden Geschichte rund um den Pinguin Monty, hat die Kaufhaus-Kette John Lewis bereits jetzt das vorweihnachtliche Rennen gewonnen. Beinahe 19 Millionen Views auf YouTube und über 6 Millionen Views auf Facebook zeigen, dass Monty die Herzen der Briten im Sturm erobert hat. Damit haben John Lewis sogar die 13 Millionen Views der Vorjahres-Kampagne übertroffen. Interessant ist dabei vor allem, welche Rolle die Verbreitung auf den Social Media Kanälen spielt.

Facebook Videos vs. Youtube

Zum ersten Mal wurde das Weihnachtsvideo heuer 36 Stunden bevor es im TV seine Premiere feiert, auf den Social Media Kanälen von John Lewis vorgestellt. Das Video wurde nicht, wie sonst üblich, über einen YouTube Link auf Facebook gepostet, sondern direkt auf Facebook eingebunden. Bereits in den ersten 24 Stunden wird auch klar, warum: 76,9% der Shares des Videos kommen von Facebook und nur 23,1% von YouTube. Facebook Videos werden vom Facebook Algorithmus sehr hoch gerankt und werden durch das Autoplay Feature automatisch im News Feed abgespielt. Dadurch werden noch mehr Views generiert als bei einem eingebetteten YouTube Video. Das haben auch andere Marken bereits erkannt. So sagt eine Studie von Socialbakers voraus, dass noch 2014 mehr Videos direkt auf Facebook gepostet werden könnten als auf Youtube. Auch der Anteil der Interaktionen ist mit 65% für Facebook höher als der für Youtube (20%). In Zukunft könnte Facebook bei Video Content also öfter den Vorzug vor YouTube erhalten. Oder um es mit den Worten von Mark Zuckerberg persönlich zu sagen: “Five years ago, Facebook primarily consisted of text but if you fast forward five years, it’s probably going to be mostly video.”

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November 12 2014

Digital weiter reichen

Mit einem Tweet mehr Leser als die Kronenzeitung erreichen 

Versenkt. Mit diesem Kommentar teilte Armin Wolf Anfang Oktober einen Beitrag auf Facebook. Einen Tag später hatte dieser bereits mehr als 56.000 Likes kassiert. Mit 5.880 Shares erreichte er über 4 Millionen Menschen. Die Krone als reichweiten-stärkstes Printmedium wird übrigens von 2,6 Mio. Österreichern gelesen. Statistisch gesehen hat somit jeder der 3,4 Mio. österreichische Facebooknutzer plus deren deutschsprachige Freunde im Ausland die Nachricht gesehen.  Wie kommt das? 

TL2

Social Media wird zur neuen Startseite
Die Zahl der Social-Network-Nutzer hat sich in Österreich in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt. Vor allem Digital Natives verbinden sich via Handy mit der virtuellen Welt. Damit verändert sich auch das Leseverhalten der Menschen. Denn wir surfen nicht mehr nur durch Suchmaschinen von Website zu Website, sondern lesen ge- bündelte Plattform-Information. Fast ein Drittel der Amerikaner bezieht Neuigkeiten via Facebook. Dabei wird der Leser zum Multiplikator, der inte- ressante Neuigkeiten auf seiner Wall mit seinen Freunden teilt. 

influence

Fazit
Das Smartphone entwickelt sich zum primären Kommunikations- und Infor- mationstool des Alltags. Dem folgend sind Medien gezwungen ihre Social Media Aktivitäten neu auszurichten, um ihr Publikum zu erreichen. Aber nicht bloß das WO, auch das WIE verändert sich. Denn die Neuigkeiten auf FB werden zusehends von Algorithmen und nicht mehr von Menschen gesteuert. Das ist nicht neu, denn auch Print-Medien wählen Nachrichten ihren Geschäftsinteressen folgend aus. Es bleibt dabei: Wer die Quelle kennt, weiß woher der Wind weht.

  • Über 80% der unter 24-jährigen nutzen das Internet auf dem Smartphone.
  • 68% der mobilen Suchanfragen an Goog- le werden von zu Hause aus gestellt.
  • 27% der Österreicher informieren sich über Politik auf Social Media Kanälen.
  • 1.500 Posts auf Facebook könnten durchschnittlich im Newsfeed des Users beim Einloggen erscheinen. 300 Posts werden angezeigt. 

 

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October 09 2014

Reich(weite) und schön

Wie können Brands die enorme Reichweite von Beauty Vloggern für sich nutzen?

Zoe Sugg ist 24 Jahre alt. Sie interessiert sich für Kleidung und Make-up und verbringt gerne Zeit mit Freunden. Klingt soweit nach einer normalen jungen Frau. Doch Zoe, auf YouTube besser bekannt als Zoella, ist eine der erfolgreichsten Beauty und Fashion Vlogger, deren Videos über 8 Mio. Abonnenten erreichen. Hinzu kommen 2,3 Mio. Twitter Follower und ein etablierter Blog. Ein Buch Deal mit Penguin und eine eigene Beauty Linie runden das Gesamtpaket Zoella ab.

Bloggerin ZoellaBeauty und Lifestyle Vlogger, wie Zoella, betreiben ihre Youtube Kanäle längst nicht mehr als Hobby, sondern als erfolgreiches Business, das ihnen laut Socialblade  Jahreseinnahmen im Millionenbereich einbringt.

Interessant dabei: nur 3% der 14,2 Milliarden Views von Beauty Content auf Youtube kommen von den Marken selbst. Für die restlichen 97%  sorgen laut Pixability unabhängige Content Creators.

Beauty Brands, wie Maybelline oder NYX, haben längst erkannt, dass auf Youtube der User Generated Content (UGC) dominiert. Die Marke NYX etwa erreicht 99% ihres Brand Footprints über UGC. Nicht immer funktioniert es, wenn Marken für die Reichweite der Vlogger bezahlen, denn die Community reagiert sensibel auf zu offensichtlich gesponserte Inhalte.

Fleur and MikeDass auch Non Beauty Marken mit Beauty Vloggern zusammen arbeiten und damit Erfolg haben können, zeigt etwa eine Kampagne von Sainsbury’s.  „Food with Fleur and Mike“, eine Youtube Kochshow mit der Beauty Vloggerin Fleur de Force und ihrem Mann Mike, erreicht immerhin 750 000 Views.

Eine Zusammenarbeit mit Vloggern kann also eine Bereicherung sein, wenn sie gut geplant, transparent und authentisch ist. Vor allem soll die Marke zum Vlogger passen. Denn auch Zoella lehnt etwa 90% der Anfragen aus diesem Grund ab.

Key Facts:

  • Die Top 15 Beauty Vlogger haben durchschnittlich 2,1 Millionen Abonnenten
  • 45 000 YouTube Channels von unabhängigen Content Creators beschäftigen sich mit dem Thema Beauty
  • Über 40% des UGC zum Thema Beauty ist 5-10 Minuten lang
  • 79% der Beauty Vlogs beschäftigen sich mit dem Thema Make-up
  • Im Monat werden auf Youtube 700 Millionen Beauty Videos angesehen

 

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September 04 2014

Der große Umschwung in der Welt des Ad-Trackings?

Durch die Veröffentlichung eines neuen Ad-Tracking Services schafft es Facebook erneut, einen Schritt in Richtung Business-Plattform zu setzen.

Die Rede ist von einer neuen Funktion, mit der sich das Kaufverhalten der Nutzer Geräte- und Plattform-übergreifend einfach tracken lässt. Facebook schiebt somit konkurrierenden Tracking- und Media-Agenturen einen Riegel vor, indem es eine In-House-Lösung präsentiert und die erhobenen Zahlen somit aus einer Quelle kommen.

Doch wieso genau könnte diese Funktion für Unternehmen interessant sein?
Wie eine kürzlich veröffentlichte Studie von Altimeter zeigt, beginnen mehr als 40% der US-Amerikaner eine Aktivität auf einem Device und schließen die Handlung dann auf einem anderen Gerät ab. Also wenn ein User auf seinem Smartphone eine Facebook-Ad sieht und diese anklickt, den geplanten Kaufvorgang aber später auf seinem Tablet abschließt, lässt sich dieses Verhalten und die Conversion nun durch Facebook tracken.

Fazit

Der Zusammenhang zwischen dem Einholen von Informationen über Mobile Devices und dem tatsächlichen Abschluss einer Handlung über Tablet oder Desktop kann für Unternehmen besonders interessant sein. Anhand dieser Informationen lässt sich ableiten, wie Mobile zukünftig als Kanal genutzt werden kann – weg vom „Alleskönner Smartphone“, das jede Funktionalität einer Desktop-Applikation abbilden soll, hin zum schnellen und zuverlässigen Informationslieferanten.

Ad Tracking Kreislauf

Wie sich diese Funktion in der Realität durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Das Potential dahinter wirkt groß – aber momentan wirkt es nur.

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August 29 2014

Leiden Sie an Influencer?

Über die Heilung von Viralkrankheiten.

MEINUNG

Ausgeprägtes Krankheitsgefühl im ganzen Körper, hohes Fieber bis 40 Grad Celsius, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Müdigkeit, Augentränen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen – all das überkommt Branchenkollegen, wenn sie das Wort „viral“ hören.

Warum?

Alle haben Angst davor. Virusmarketing ist ein Leiden mit vielen Komplikationen, und die Diagnostik ist nicht einfach. Aber beginnen wir wie jeder gute Arzt genau hier: Bei der Diagnose.

Viralmarketing unterscheidet zwei Verbreitungsarten:

      1. Passive Verbreitung durch den Verbreiter (Beispiel: „Sent with my iPhone“)
      2. Aktive Verbreitung durch den Verbreiter (Beispiel: Jedes doofe Facebook Invite)

    Wir alle verschwenden viel Energie damit, aktive Verbreitung anzustoßen. Wir wollen dass jeder Mensch, der in Kontakt mit uns tritt, sofort alles liegen und stehen lässt und seinem gesamten sozialen Netzwerk aktiv mitteilt wie toll wir sind.

    Aber machen wir uns auch genug Gedanken darüber, was unsere Kunden ohnehin tun? Womit verbringen sie ihre Zeit? Wo findet Verbreitung bereits statt? An welchen Punkten können wir passive Verbreitung anstoßen?

    Nichts geht mehr

    Natürlich sehnen wir uns alle nach dem Heldentum von erfolgreicher Aktiv-Verbreitung – epische Spagate auf LKWs, wohlriechende nackte Männer vor überraschend wechselnden Szenenbildern – sie alle machen uns lechzen nach Infizierung. Wie Junkies übersehen wir auch gerne die Dunkelziffer der Millionen von Viralvideoprojekten, die nie ihr Publikum erreichen. Die Luft wird absehbar immer dünner, die Aufmerksamkeit ist begrenzt. Die Durchdringung wird schließlich ineffizient, der notwendige Werbedruck steht irgendwann nicht mehr dafür.

    In wenigen Jahren sind also Alternativen gefragt. Zurückhaltende Meta-Strategien, die eine passive Verbreitung anstreben. Dazu müssen wir Menschen aber besser verstehen lernen, als nur dass sie „unterhalten werden wollen“.

    Bildquelle

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    July 22 2014

    Was Angela Merkel mit RTM zu tun hat

    Wir haben in den letzten Monaten viel über Real Time Marketing geschrieben. Dass RTM in aller Munde ist und keine Eintagsfliege, sollte mittlerweile also jeder verstanden haben. Nun ist es an der Zeit Taten sprechen zu lassen.

    Denn erst vor kurzem fand ein Event statt, dass auch Real Time Marketing die perfekte Bühne bot: die WM 2014. Ein Ereignis mit so viel Aufmerksamkeit, dass sich Brands ein gutes Stück davon abschneiden können. Vorausgesetzt es fehlt nicht die zweite Zutat für erfolgreiches Echtzeit-Marketing: Ein kreatives Team. – Und wie dieses Erfolgsrezept zu Posts mit Impact führt, soll hier näher betrachtet werden.

    Neymar, Neuer und Netzclub

    Wie es geht, zeigte zum Beispiel die Facebook WM-Kampagne für den deutschen Telco-Anbieter netzclub. 21 kuriose Quizfragen, abgesetzt an vor Spielen mit besonders interessanten Team-Aufeinandertreffen. Der Witz der WM-relevanten Fragen und die lockenden Incentives motivierten die Community zu Engagement. Doch um die richtigen Antworten zu ermitteln, musste jedes Spiel ganz genau unter die Lupe genommen werden. Wie oft Neymar seinen Sixpack in die Kamera gehalten hat, Neuer lieber als Feldspieler auf dem Platz mitmischte oder Ronaldo sich mit der Hand durch die Haare gefahren ist.

    Viel Aufwand für ein Frage-Antwort-Spielchen. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Streckenweise generierte die Posts mehr als 800 User-Kommentare.

    netzclub WM Beispiel

    Merkel möchte mitduschen

    Um erfolgreich RTM einzusetzen, sollte man nicht nur das aktuelle Tagesgeschehen im Auge behalten. Auch ein Blick in die Vergangenheit kann sich lohnen, wie ein WM-Posting unseres Kunden FONIC gezeigt hat: Fast ein Zehntel aller User, die das Posting geliket haben, haben es auch geteilt. Nice.

    FONIC Merkel

     

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    July 07 2014

    Content mit Biss: RTM in aller Munde

    Seit Oreo während eines Stromausfalls beim Superbowl 2013 seinen „You can still dunk in the dark“-Post in Echtzeit postete, ist Real Time Marketing heißbegehrt. Schließlich überzeugen die Zahlen: Mit ca. 10.000 Retweets bereits eine Stunde nach Veröffentlichung und insgesamt 525 Millionen earned media Impressions erzielten die Posts Rekorde in Reichweite und Engagement. Medien-Ereignisse clever in marken-eigenen Content zu verpacken, wurde so zur Königsdisziplin des Online Brandings.

    Jetzt ist schon wieder was passiert

    Und auch 2014 funktioniert das besser denn je: das Oscar-Selfie, die Panne bei der Eröffnung der Olympischen Spiele und – erst kürzlich – Suarez’ Beißattacke beim WM-Spiel gegen Italien.

    Beispiel Snickers Suarez

    Quelle: Snickers

    Snickers war unter den flinksten Postern und twitterte noch in der selben Nacht. Mit Geschick und Humor übersetzte die Brand ihre Markenbotschaft in Content mit Suarez-Bezug – und traf Geschmack der User. Auch Sixt oder Bud Light nutzten den „Marketing Moment“ mit Erfolg,  am folgenden Abend war der Hype aber wieder abgeflaut.

    Beispiel Suarez Bud Light

    Quelle: Bud Light

    Real Time Marketing im Marketing Real Life

    Real-Time-Marketing ist also mehr als bloß ein Buzzword und steht in den Content Strategies vieler Brands ganz oben auf der Wunschliste. Aber so locker-lässig RTM-Posts in unseren News-Streams daherkommen, so viel Aufwand und Know-How steckt dahinter. Zur Kür des erfolgreichen Posts braucht es den ständigen Blick auf das Tagesgeschehen und Reaktionsgeschwindigkeit –  aber vor allem ein kreatives Team, das Markenkern und Ereignis auch spontan in coolen Content verpackt.

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    July 01 2014

    Geschützt: Vom Schlafzimmer in Social Media

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    June 03 2014

    May 06 2014

    Twitter sieht jetzt aus wie Facebook – Nur übersichtlicher.

    Letzten Monat hat Facebook Design-Änderungen an Unternehmensseiten und Brand Pages vorgenommen. Diesen Monat zieht Twitter mit einem Re-Design nach: Seit dem 22. April können User nun auf die neuen Profile umstellen. Was dabei zu beachten ist, kann hier nachgelesen werden.

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    Aufgeräumter, aber auffälliger

    Twitter fokussiert sich mit dem Re-Design hauptsächlich auf größere Bilder. Zusätzlich gibt es auch einige nützliche Funktionen, die es Usern leichter machen, besonders tollen Content herauszufiltern. Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

    • Header: Auffälligstes neues Feature ist ein 1500 x 500 Pixel großes Header-Bild (davor waren es 520 × 260 Pixel), das den Platz des bisherigen Hintergrundbildes einnimmt. Das Profilbild wird ebenfalls größer dargestellt und rückt von der Mitte auf die linke Seite. Twitter empfiehlt eine Abmessung von 400 x 400 Pixel.
    • Tabs: Zusätzlich zu den bisherigen Angaben über Tweets, Following und Followers, werden jetzt auch Fotos/Videos sowie Favorisierungen direkt unter dem Header angezeigt. Während die Anzahl der Favorisierungen direkt einsehbar ist und damit an Bedeutung gewinnt, sind Listen nur noch unter „More“ zu finden.
    • Timeline: Neben der Möglichkeit wichtige Tweets anzupinnen, werden Tweets mit den meisten Interaktionen (Best Tweets) automatisch größer dargestellt. Vorteil: Profilbesucher können Best Content leichter finden. Nachteil: Tweets mit negativen Reaktionen bleiben ebenfalls länger sichtbar. Die neuen Filterfunktionen umfassen Tweets, Tweets mit Medien (Fotos/Videos) und Tweets mit Antworten.
    •  Biografie: Die Bio hat sich bis auf die zusätzliche Info über den Geburtsmonat des Accounts kaum verändert. Nach den Impressumsentscheidungen zu Facebook und Google empfiehlt Rechtsanwalt Thomas Schwenke Unternehmen und Selbständigen jedoch auch auf Twitter der Impressumspflicht vorzubeugen. Am besten direkt in der Bio.

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    Und was sagen die User dazu?

    Wirklich relevant ist die Umstellung der Profile zunächst für Brands und Admins. Denn analog zu Facebook konsumiert der End-User Tweets bekanntermaßen vor allem über den Newsfeed und nicht über aktive Profilbesuche. Zusätzlich wird das Re-Design auf mobilen Endgeräten erst nach und nach eingeführt, was angesichts der vorrangig mobilen Nutzung von Twitter zunächst einige User ausschließt.

     

     

     

     

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    April 02 2014

    Die Virtual Reality wird Realität

    Virtual Reality (kurz: VR) ist wieder da. In den Neunzigern wurde uns ja schon einmal erzählt, dass wir schon bald alle mit einem Headset und Tracking-Handschuhen im Wohnzimmer sitzen und virtuelle Welten erforschen werden. 25 Jahre später scheint diese Zukunftsvision nun endlich wahr zu werden.

    Der Nintendo Virtual Boy 1995

    Der Nintendo Virtual Boy 1995

    In Markenwelten eintauchen

    Das Oculus Rift VR System, ursprünglich für Gaming entwickelt, erlaubt es heute, mit verbesserter User Experience und einem Preis von rund € 300 Anwendungen im Marketing zu erdenken. Die Formel 1 im Cockpit mitzufahren oder virtuelle Testfahrten im letzten Opel Modell sind genauso möglich wie den nächsten Flashmob daheim „live“ mitzuerleben.

    Die Oculus Rift im Einsatz

    Quelle: Gizmodo

    HBO hat für seine Game of Thrones Ausstellung heuer mit Hilfe der Oculus Rift eine VR Experience produziert. Sie heißt „Ascend The Wall“ und man fährt darin im Aufzug die 200 Meter hohe Eiswand im Norden von Westeros hinauf.

    Das Potential von Virtual Reality hat auch Mark Zuckerberg erkannt und macht was er in diesem Fall immer macht, indem er sich mit Facebook den Developer Oculus VR um 2 Mrd. USD einfach einverleibt hat.

    Zurück in die Zukunft

    Nun hat auch Sony angekündigt ins VR Geschäft einzusteigen. Unter dem Namen „Project Morpheus“ wird gerade ein Headset für die PS4 entwickelt. Obwohl bisher weder Preis noch Erscheinungsdatum bekannt sind, kann man nun vermutlich guten Gewissens sagen, dass wir schon bald alle mit einem Headset und Tracking-Handschuhen im Wohnzimmer sitzen und virtuelle Welten erforschen.

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    Reposted byZombieGigolo ZombieGigolo

    March 17 2014

    Facebook Changes. Again.

    Alles neu macht der… Mai. Nachdem es bei Facebook in letzter Zeit nicht all zu viele Umstellungen gegeben hat, stehen nun mehrere Veränderungen und Redesigns an. Hier eine Übersicht der Neuigkeiten im Bereich Newsfeed, Brand Pages und Facebook-Tabs.

    <!--StartFragment-->1. Redesign Newsfeed<!--EndFragment-->

    Was wird neu? Eigentlich wenig.
    Insgesamt sollen kleinere Änderungen im Design (Bildgrößen, Schriftgröße, Hintergrundfarben) ein aufgeräumteres Ganzes ergeben. Die Wichtigkeit von visuellem Content drückt sich zukünftig in der prominenteren Bilddarstellung aus. Die gute Nachricht für Contentmanager: Bei den einzustellenden Formaten und Inhalten ändert sich für die tägliche Arbeit nichts. Auch sonst gibt es aus Unternehmens-/ Agentursicht keine größeren Neuerungen. Spaltenbreite, Chat und Menü bleiben weitestgehend gleich.

    So sieht der Newsfeed in Zukunft aus

    So sieht der Newsfeed in Zukunft aus: Größere Bilder und farbliche Hervorhebung der wichtigen Bereiche

     

    Wie der Newsfeed bisher dargestellt wurde.

    Wie der Newsfeed bisher dargestellt wurde

    Fazit: Noch mehr Fokus auf Bilder in der Contentstrategie.

    <!--StartFragment-->2. Neuerungen bei Brand Pages<!--EndFragment-->

    Der Roll Out des neuen Brand Page-Designs hat bereits begonnen. Im Look hat man nun die Business-Seiten an die Darstellung der persönlichen Profile angeglichen.

    Was wird konkret anders?
    - eine neue, asymetrische Page-Aufteilung (Infos zum Unternehmen links, Chronik der Beiträge rechts)
    - Veränderungen im Header (dauerhaft sichtbare Highlight-Infos für die Administration der Seite)
    - Pages to Watch-Feature zum Performance-Vergleich mit Konkurrenzseiten bei den Insights
    - Wegfall der Tab-Icons – stattdessen wird nur noch der Tab-Name dargestellt

    Infos zum Unternehmen links, chronologische Darstellung der Posts in der Timeline links und wichtigste Infos für den Admin im Header

    Infos zum Unternehmen links, chronologische Darstellung der Posts in der Timeline rechts und wichtigste Infos für den Admin im Header

    Neue Möglichkeiten die eigene Seite mit der Konkurrenz zu vergleichen

    Neue Möglichkeiten die eigene Seite mit der Konkurrenz zu vergleichen

    Fazit: Neue Aufteilung in der Darstellung und zusätzliche Möglichkeiten für den Admin.

    <!--StartFragment-->3. Special: Facebook Page Tabs<!--EndFragment-->

    Die Gerüchteküche brodelt bereits seit Monaten. Was passiert mit den beliebten Facebook Apps? Am Ende kann man sagen: Viel Lärm um nichts. Zwar werden Tab-Titel in Zukunft nur noch als Text und nicht mehr als Icons angezeigt, für die Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis ändert sich dadurch aber wenig. Facebook-Apps bleiben weiterhin sinnvoll und relevant, da die meisten User Tabs nicht aktiv suchen, sondern über andere Wege (Banner, Facebook-Ads, Posting im Newsfeed, Open Graph etc.) zur App gelangen. Ob nun in der Brand Page ein Tab-Icon oder Tab-Titel angezeigt wird ist nicht “wurst”, aber auch nicht erfolgskritisch.

    Darstellung von Apps zukünftig nur noch über Text - nicht mehr über eigens designte Icons

    Darstellung von Apps zukünftig nur noch über Text – nicht mehr über eigens designte Icons

    Fazit: Die Relevanz von Page-Tabs für das Marketing in Social Media bleibt, der Weg der Zuführung und Verbreitung wird aber wichtiger.

    Das heißt:
    - starke und aktivierende Contentposts
    - stetige Zuführung statt nur zum Kampagnen-Launch
    - Planung für das Seeding und Open Graph im Vorfeld
    - Wichtigkeit von Unterstützung durch Ads
    - Like und Sharefunktionen am Tab
    - Crosslinking zwischen Kanälen (Website, Kampagnen-Microsite, Facebook, etc.)

    <!--StartFragment-->Ausblick für die Zukunft von Facebook-Tabs<!--EndFragment-->

    Facebook-Tabs sind weiter ein wichtiger Bestandteil für Kampagnen und Marketing in Social Media. Die Möglichkeiten bleiben aber weiterhin auf den Desktop beschränkt. Durch die Neuerungen in der Darstellung, wird eine Gesamtbetrachtung der User-Journey von Zuführung, Verbreitung und Verlinkung mit Mediakampagnen nochmals wichtiger. Weiters wird das Eliminieren der Tab-Icons “White Label Apps” mehr treffen als “Custom-Lösungen” wie z.B. Social Brand Games.

    Insgesamt ist der Weg von Facebook aber ersichtlich: Alles soll sich auf dem Newsstream abspielen, wo man beliebig Werbung einsetzen kann und soll ;-) , während die “statische” Sichtbarkeit weiterhin reduziert wird.

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    March 06 2014

    Real-Time Marketing: keine Eintagsfliege.

    Wer im Freundes- und Familienkreis kurz rumgefragt, wofür die Abkürzung „RTM“ wohl stehen könnte, wird wohl durch die Bank in fragende Gesichter blicken. Rasch macht sich Betretenheit breit. „Muss ich das wissen?“ Antwortmöglichkeiten reichen von Deutscher Kabelsender, zu irische Widerstandsbewegung oder eine neue Castingband – mit dem wichtigen Beisatz “Eine typische Eintagsfliege!”

    Aber: Real-time Marketing, dafür steht „RTM“ nämlich, gehört nicht zur Ordnung Ephemeroptera. Im Gegenteil.

    #rtm #gekommenumzubleiben

    Um fair zu bleiben, insofern, dass RTM es erst 2013 so richtig ins Lampenlicht geschafft hat, ist es schon eine Eintagsfliege, der Move ist nämlich noch relativ neu. Als am 3. Februar 2013 während dem Superbowl die Lichter plötzlich ausgingen, reagierten die Herren & Damen von Oreo Cookie blitzschnell und trafen damit – nicht den Zahn der Zeit, dem waren sie weit voraus – sie trafen direkt den Nerv: denn bisher hatten Brands nicht wie eine Person (inter)agiert, ihren Fans keinen real-time Content geliefert. Oreo hatte die Brücke zwischen News & Marketing geschlagen:

    Oreo Superbowl

    „Hyper-relevant Content“, so Oreo, schlug eine wie eine Bombe. Das Resultat: 20.000+ Shares und 525 Millionen earned media Impressions brachten Oreo nicht nur den Ruf des smartesten Werbe-Cookies ein, sondern auch alle namhaften digital, Cyber, Social Media und Kreativ Award Nominierungen unter der Sonne.

    Ein Jahr später ist RTM vom Superbowl und ähnlichen Großveranstaltungen nicht mehr wegzudenken. Brands nehmen wie selbstverständlich am öffentlichen Diskurs teil, reagieren blitzschnell auf tagesaktuelle Themen und interagieren nicht nur mit Fans, sondern untereinander. Wie man in Wien so schön sagt, rennt da natürlich oft der Schmäh:

    JCPenney Tweet

    Und das ist auch gut so: was kann es besseres geben, als durch das Hintertürchen ins Herz und Hirn der User einzumaschieren? Zu gegebenem Anlass einen guten Schmäh auf den (digitalen) Lippen, so lässt sich leicht eine Brücke zur Marke schlagen, die dann auch gut in Erinnerung bleibt.

    #royalbaby

    Dass RTM Information und Entertainment gekonnt vereint, ist vermutlich auch einer der Gründe, warum die Posts schlussendlich so beliebt sind. Hashtags und Posts wie zu #royalbaby, der Geburt vom Prinze George (man beachte das Blog Headerbild: ein Facebook Post von McDonald’s Österreich) oder #gosmelltheroses, der Hashtag zum beliebten US TV Format „The Bachelor“ sind Beispiele von der Tragweite und Reichweite von gutem RTM Content.

    Der Vorwurf von Forbes, „Real-time marketing is just a lot of markerts talking to fellow marketers.“ ist auf den ersten Blick durchaus nachvollziehbar: spezielle #rtm Hashtags wie #rtmbowl, der während dem Superbowl aktiv von Marken genutzt wurde, um Aufmerksamkeit auf sich und die eigenen Social Media Aktivitäten zu ziehen, oder auch #rtmoscars, der während der Oscars Twitter Rekorde erzielte– wecken den Anschein, dass die Industrie hier online Kaffeekränzchen abhält, und die Ahnungslosen außen vor lässt.

    #rtmoscars

    #rtmwhatever
    Dass #oscars oder #superbowl respektive unter den Top 3 Hashtags am Tag des jeweiligen Superevents sind, ist wohl klar. Da hilft es nur, sich etwas zu von der Masse, die über Kleider, Celebrities und persönliche TV Gewohnheiten berichtet, abzusetzen. Was tun? Ankündigen, dass man vor hat, RTM zu betreiben – mit einem RTM Hashtag. Denn man erst mal den Mitbewerb auf sich und etwaige online Aktivitäten aufmerksam gemacht hat, und etwas plänkeln kann, ist das eine gute Möglichkeit die Reichweite zu steigern und so auch andere User zu erreichen. Gratis und ohne Mehraufwand. Herrlich. Klar, nicht jeder RTM Content wird aufgegriffen, nur ein Bruchteil funktioniert wirklich und bekommt die erhoffte Aufmerksamkeit. But it’s worth a shot, innit?

    Fazit
    Real-time Content Kreation ist immer noch (brand)aktuell (no pun intended). Einziger Haken: für real-time Content braucht man auch ein real-time Event, das man kapitalisieren kann– und ein starkes, reaktionsschnelles Team, das knackige Copy produzieren kann. Wenn sich in der Welt nichts tut, sitzt man auf dem Trockenen, wenn man während einem Event zu viel brand-on-brand Action liefert, und mit allen anderen Marken öffentlich schlechten Schmäh führt, kann man sich schnell zum Gespött machen und wenn das Team nicht vorbereitet ist, bzw. nicht auf zack ist, dann hat man schnell seinen Moment verpasst.

    Also: Augen auf, Ohren auf, und ran an die Tasten mit knackiger Copy und das ruck zuck– denn wie es so schön heißt „dead news, like dead love, has no phoenix in its ashes“. Die anderen Brands schlafen nämlich auch nicht. Und wer zuerst kommt, RTmalt zuerst.

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    March 03 2014

    Lasst die Bilder sprechen!

    Visualisierung für Fortgeschrittene – Wie man zielgruppengerechte Bilderwelten kreiert

    Bilder sagen mehr als Worte. Ein Fakt, der keinen hohen Neuigkeitswert mit sich bringt. Neu ist jedoch, dass Pinterest, die Königin der Bilderwelt, undenkbar viel Potential für Marken birgt, ganz gleich ob Consumer oder Retail Brand. Pinterest gehört nach wie vor zu den am schnellsten wachsenden Sozialen Netzwerken. Besonders interessant ist vor allem auch der Vergleich mit Facebook: Während auf Facebook ca. 24% der User mit Brands interagieren, sind es auf Pinterest 43%. Ein Kanal, für Unternehmen, der also definitiv nicht außer Acht gelassen werden sollte.

    Was ist neu?

    Pinterest hat im Jänner ein neues Feature gelauncht, welches sich im europäischen Raum noch in der Test- bzw. Einführungsphase befindet: Interests. Der Name haut einen zwar nicht vom Hocker, aber die Änderungen sind doch ziemlich cool. Die Pinnwand-Vorschläge werden an die Pins auf dem eigenen Pinnboard angepasst. Der Benefit: die User Experience wird personalisiert und noch mitreißender. Wie man sich diese Optimierung als Marke zu Nutze macht, wird hier in 3 Punkten beleuchtet:

    Bildschirmfoto 2014-02-25 um 18.25.22

    1. Gestalte Pins mit Mehrwert

    Sogenannte „Rich-Pins“ sind vor allem für Retail Brands von enormer Bedeutung – Pinterest User kommen nämlich nicht nur für Inspiration auf die Online-Pinnwand, sondern natürlich auch zum Shoppen. Dieses Potential kann aber ebenso für Consumer Brands genutzt werden. Enthalten Pins zusätzliche Informationen wie zum Beispiel den Produktpreis, oder Informationen zur Lieferfertigkeit oder die Verkaufsadresse, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt gekauft wird um satte 25%. Und sollte es im Laufe der Zeit zu Preisänderungen kommen, kein Problem, Pinterest übernimmt die aktuellen Preise; der User ist also immer auf dem letzten Stand. Nike Shoes macht eindrucksvoll vor, wie man Interest Pins nutzen und dem User alle Informationen bieten kann, die für den potentiellen Käufer von Interesse sein wären.

    Bildschirmfoto 2014-02-25 um 18.13.42

    2. Pin-Beschreibungen optimieren

    Optimierte Pin-Beschreibungen ermöglichen nicht nur zusätzliche Informationen für User, sondern auch eine leichtere und genauere Auffindbarkeit eines gewünschten Produktes: je präziser der Tag, desto einfacher lässt sich ein Gut (wieder)finden. Zum Beispiel: den Pin anstatt als „Uhr“ eher als graue Multifunktionsuhr aus Leder” zu betiteln, wie es Fossil auf Pinterest vormacht. Damit steigt die Treffsicherheit bei der Suche und so auch die Chance auf einen (Ver-)Kauf.

    Bildschirmfoto 2014-02-25 um 18.11.16

    3. Mache den Content leichter „pinnbar“

    Um den eigenen Content leichter pinnbar zu machen, bietet es sich an, den „Pin it“ Button direkt auf der eigenen Website zu integrieren, optimalerweise direkt beim jeweiligen Produkt. Dies bietet sich sowohl für Consumer Brands wie Essie oder auch Retail Brands wie Asos an, die hierbei als Best Practice herangezogen werden können. Es ist also sicher kein Zufall, dass aktuell bereits 8 von 10 Retail Brands den Pin-It Button auf ihre Websites integrieren. Wir sagen: Consumer Brands, go for it, too!

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    Und was ist noch neu?

    Zusätzlich ist es seit Jänner 2014 möglich, animierte GIF’s auf Pinterest einzubinden. Der aktuelle Trend geht weg von Hochglanz und hin zu Bewegtbildern, Unterhaltung statt Window-Shopping. Pinterest hat sich übrigens mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum unter den beliebtesten sozialen Netzwerken etabliert. FYI Tumblr: du solltest dich warm anziehen.

    De Facto:

    • Userzahlen: Aktuell weltweit mehr als 70 Millionen User

    16 Minuten: Die durchschnittliche Verweildauer von Usern auf Pinterest

    36% mehr Likes bekommen Pins, welche einen Preis enthalten

    • 84% der Nutzeraktivität stellt das Pinnen und (Re-)Pinnen dar

    • Die Chance, dass ein User ein Produkt kauft, ist zu 70% höher, wenn er von Pinterest auf eine Website kommt

    • 25-34 jährige stellen die Hauptzielgruppe auf Pinterest dar

    • Food-Brands haben das größte Potential auf Pinterest – 57% aller User interagieren mit Food-related Content

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    February 25 2014

    Facebook kauft WhatsApp – aber warum?

    Es hat sicher jeder von euch schon mitbekommen: Anstatt sich 13 NFL Teams oder 4 World Trade Centers zu kaufen, hat sich Facebook dafür entschieden, sich für sage und schreibe 19 Milliarden USD den Messenger-Service WhatsApp einzuverleiben.

    Und warum?

    Stimmt. 19 Milliarden USD, das klingt verdammt viel. Für die Fotosharing-Plattform Instagram hat man damals nur eine magere Milliarde hingeblättert. Der königsblaue Social Media Gigant hat aber seine guten Gründe dafür, solch eine exorbitante Summe für den Messenger-Dienst WhatsApp auf den Tisch zu legen.

    zuckerberg

    Facebook ist stark, wenn es um Content geht, hinkt aber bei der Kommunikation zwischen den einzelnen Usern hinterher. Vor allem jüngere User bevorzugen hierfür Messenger Apps wie Snapchat, oder aber eben auch die mit über 450 Mio. Usern weltweit bekannteste unter ihnen: WhatsApp (aha!).

    Ein kluger Schachzug

    Bei 19 Milliarden USD kann das natürlich nicht der einzige Grund sein. Ist es auch nicht. Auch wenn die Summe vielleicht nicht dafür steht, war die Akquisition des Messenger Service ein gelungener Streich von Facebook. Hier die Gründe:

    1. Facebook stärkt damit seine Position im Mobile Markt
    2. WhatsApp hat das Potenzial auch weiterhin stark zu wachsen
    3. Die User Daten der WhatsApp User gehören nun Facebook
    4. Konkurrenten haben es in Zukunft schwerer aufstrebende Tech Unternehmen zu kaufen, da eine neue Preislatte gesetzt wurde.

    whatsapp

    Für die User wird sich im Übrigen nichts ändern. WhatsApp wird als autonomes Unternehmen weitergeführt und auch in nächster Zukunft grün und nicht in königsblau erstrahlen. Für Marken heißt es aber, dass sie möglicherweise bald die Nutzer der App, die bisher jede Werbung abgelehnt hat, mit ihren Botschaften targeten können.

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    February 18 2014

    “Macht Platz für rote Kaninchen” oder “Richtet Scheinwerfer auf eure Zielgruppe”

    Trend hin oder her – #hyperme ist nichts Neues. Dass Marken ihre Zielgruppe in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen sollten, gilt schon lange.

    In der letzten Woche habe ich 2 spannende Umsetzungen davon gefunden, die ich gerne teilen möchte weil beide für mich veranschaulichen, wie Consumer Brands den Scheinwerfer auf ihre Community richten können.

    Das offline #hyperme

    Zum einen war ich im Theater und habe “Weißes Kaninchen. Rotes Kaninchen.” von Nassim Soleimanpour besucht.

    Ein Stück, bei dem die einzige Schauspielerin den Text erst zu Beginn des Stücks bekommt. Der für mich spannendste Teil war jedoch die Einbindung der sonst passiven Zuseher. Ihnen wurden durch das Skript Rollen und Aufgaben zugeteilt, die sie auf der Bühne aktiv werden ließen. Nebenbei wurde noch vom “sozialen” Experiment der Kaninchen erzählt. Die Kurzfassung: Kaninchen in einem Käfig bekamen eine Leiter mit einer Karotte. Das Kaninchen, welches als erstes die Leiter erklomm, wurde rot gefärbt.

    Gegen Ende hatten die Zuseher sogar die Chance, selbst die Rolle des Vorlesers zu übernehmen und so zum roten Kaninchen zu werden. Für mich persönlich führte das dazu, dass ich mich selbst als aktiven Teilgeber des Stückes sah und dies machte es für mich zu einem sehr erinnernswerten Erlebnis. Nicht zuletzt deshalb, weil ich meinen Moment auf der Bühne und im Scheinwerferlicht hatte.

    Das digitale #hyperme

    mcvalentineDas zweite Mal bei dem der Scheinwerfer auf die Zielgruppe gerichtet wurden, war für eine kleine digitale Kampagne unseres Kunden McDonald’s Österreich. Die Marke veranstaltete eine Aktion zum Valentinstag und wollte Instagram als Kanal dafür einsetzen. Ein guter Anlass, da der Valentinstag der Tag der Kundmachung der Liebe ist. Daher haben wir uns dazu entschieden, ebendiese in den Mittelpunkt zu stellen.

    Herausgekommen ist die #mcvalentine Aktion, bei der wir User eingeladen haben, sich selbst und ihre Liebsten (in einem Bilderrahmen) zu fotografieren. Verbreitet haben wir diese Mini-Kampagne via Facebook, Instagram und auf der Website. Zusätzlich wollten wir noch weitere Interaktionen generieren und haben dies mit einer Promoaktion auf dem Wiener Stephansplatz verbunden. Den Nachmittag des 14.2. sind wir vor Ort gewesen und haben Passanten und Pärchen eingeladen, sich mit unserem Rahmen zu fotografieren.

    Die Ergebnisse: Über 60 Fotos auf Instagram mit unserem Hashtag und über 30 neue Follower auf der Foto-Sharing Plattform. Und 1 glückliches Siegerbild.

     

    Was können Consumer Brands daraus lernen?

    mcvalentine_instagramStatt nur auf der Bühne zu stehen und vorzulesen, gilt es heute, begeisterte digitale User einzuladen und mit dem nötigen Material zu versorgen, selbst auf die Bühne (in den Bilderrahmen) zu treten und mitzuwirken, um ein gemeinsames Erlebnis zu schaffen.

    Dabei können wir von der 90:9:1 Regel ausgehen, also 1% der User wird auch wirklich das Engagement haben, sich in den Mittelpunkt zu stellen. Gleichzeitig wird für die anderen 99% jedoch ersichtlich, dass sich die Marke geöffnet hat und ihre Bereitschaft beim nächsten Mal wird potenziell größer.

    Wir freuen uns schon auf die nächsten Markenauftritte, die ihre Scheinwerfer auf das #hyperme richten. #werelovinit

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    Tags: Insights
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