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February 25 2014

January 30 2014

Wir langweilen uns zu Tode

Ist Facebook out oder lähmt uns nur der immer gleiche Content?

Bored_Face

Vor kurzem prognostizierte eine Princeton Studie den unausweichlichen Exitus von Facebook (Anm: Glaube keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast). Einen Tag später schlug das Imperium zurück und bewies das Gegenteil. Was sagt uns das?

Totgesagte leben länger

Nicht viel, außer dass man davon ausgehen kann, dass auch 2014 nicht das Jahr sein wird, an dem Facebook aus unser aller social media newsfeeds verschwindet.

Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden wir uns auch heuer über Facebook ärgern, über den ewig gleichen Content den Kopf schütteln und uns das eine oder andere mal über besonders kreative Beispiele freuen. Aber nur ganz selten.

Die Frage, die sich demnach stellt: Wie gestaltet man als Brand eine Seite, die ihre Community nicht langweilt und ihr gleichzeitig einen Mehrwert bzw. eine Alternative zur herkömmlichen Brandwebseite bietet?

It’s not rocket science

Es ist eigentlich alles ganz einfach. Wirklich! Die Bespielung von Facebook erfordert weder einen Doktortitel in Astrophysik, noch muss man das Rad der Werbung neu erfinden. Hier sind die wichtigsten Eckpunkte zusammengefasst:

Die Top 5 Facebook Survival Tipps für Brands:

1.    Keep it simple

Facebook ist eine sehr einfache Angelegenheit. Genau deshalb funktioniert es so gut.

Für Brand Content ist daher wichtig, den Inhalt der Seite und diverse Aktionen so simpel wie möglich zu gestalten. Wie seriös diese Studie ist, vermag ich nicht zu sagen, immerhin hat man als ähnliche Vergleichsgruppe zum Menschen den Goldfisch herangezogen, was auf jeden Fall gut zu manchem Userverhalten auf Facebook passt. Ich persönlich schätze, dass die gemeine Facebook Userin allerhöchstens 2 Sekunden auf einem Beitrag verweilt. Wenn es in diesem Zeitraum nicht gelingt, ihr Interesse zu wecken, hat man als Marke bereits verloren.

800px-Common_goldfish

Für Contentpostings heißt das zunächst mal auch Teasertexte zu veröffentlichen, welche die Neugier zum Weiterlesen wecken. Buzzfeed ist eine jener Seiten, der das meist recht gut gelingt.

Wer in der Copy nicht schon alles verrät, kriegt schon mal ein paar Neugierclicks. Voraussetzung ist natürlich, dass der dahinter liegende Content die Mühe des Clicks wert ist. Ganz blöd sind sie nämlich nicht die User, und wer hinter einer spannenden Teasercopy inhaltlichen Müll versteckt, der kriegt dafür auch schnell die Rechnung präsentiert. Meist in Form von Unlikes.

Für Apps gilt dasselbe: Wenn ein User nicht innerhalb weniger Sekunden den Sinn der App (Wie funktioniert das Quiz, das Game etc.) versteht, wird er weitersurfen. Wer einmal von einer App enttäuscht wurde, kommt auch nicht wieder.

2.    Schöne Bilder, guter Text

Egal was uns der Facebook Edgerank eintrichtert, in Zeiten wie diesen ist es unerlässlich seinen Content optisch und sprachlich ansprechend zu gestalten. Für die Copy heißt das: kurz und knackig. Niemand will in einem Facebook Post einen halben Roman lesen (mehr zum Thema gibt’s hier).

Bilder sollen, wenn es irgendwie geht, ästhetisch sein und den vorgeschriebenen FB Maßen entsprechen (quadratisch, praktisch, fürs mobile Display/Querformat für Highlightposts). Wer sich heute kein ansprechendes Bildmaterial für Facebook leisten kann, oder will, wird sich gegen die Bilderflut der Konkurrenz kaum durchsetzen.

3.    Entspannt euch doch endlich mal!

It is a truth universally acknowledged, dass Posts, die einen zum Schmunzeln bringen, gerne geteilt werden. Für Brands bedeutet das, sich von den starren Fesseln der corparate communication zu befreien. Es ist durchaus angebracht mit seiner Community einen lockeren Unterhaltungston zu pflegen, die besten Brands beweisen regelmäßig Sinn für Humor (zB. Oreo). Richtigen Humor wohlgemerkt, denn weder Sexismus, Rassismus noch sonstige anstößige oder verletzende Inhalte haben auf einer Facebook Brandpage was verloren.

4.    Customer is King

Ein wirkliches Asset für Brands ist ein funktionierendes Kundenservice via Facebook. Immer häufiger nutzen enttäuschte User Facebook als Bühne für Beschwerden. Selbst wenn sie ihrem Ärger dort nur Luft machen möchten, ehrliches Beschwerdemanagement macht immer einen guten Eindruck! Insbesondere, wenn es darum geht professionellen Suderanten den Wind aus den Segeln zu nehmen.

service

5.    Entsorgt euren Content-Müll selber!

Gerne verwechseln Unternehmen Facebook mit einer kostenlosen Abladeplattform für Videos, Bilder oder Links zu allen möglichen vor sich hinmodernden Microseiten. Frei nach dem Motto „Es kost’ nix, schmeißen wir’s doch auf Facebook“.

Nun, es kostet doch was, nämlich die Aufmerksamkeit und das Interesse der Community, die man sich dort aufgebaut hat. Und wer seiner Facebook Fangemeinde auch nur ansatzweise Wertschätzung entgegenbringen möchte, der bombardiert sie nicht mit wahllosen, unpersönlichen, uninteressanten Brand-Informationen, sondern nimmt sich die Zeit, ihnen das zu bieten, was sie an der Marke wirklich interessiert. (Was genau das ist, sollte ein guter Community Manager übrigens innerhalb von maximal 5 Sekunden beantworten können.)

Was lernen wir daraus?

Nun, „Facebook machen“ ist nicht schwer und seinen Auftritt als Marke sinnvoll und zielgerecht zu gestalten ebenso wenig.  Worauf es ankommt ist eine Mischung aus Zurückhaltung, einer entspannten Haltung gegenüber der eigenen Marke sowie echtem Interesse an den Nutzerinnen von Social Media.

Den Rest macht dann das Geld, das man in den Facebook-Automaten steckt. Oder frei nach Mark Zuckerberg: „Show me the money!“. Aber das ist wiederum eine ganz andere Geschichte…

The post Wir langweilen uns zu Tode appeared first on Knallgrau Blog.

December 19 2013

December 05 2013

November 21 2013

November 20 2013

Auch Social Media kann Verkaufen!

Kundenbindung, Imageverbesserung oder Customer Care sind vielfach genannte Ziele, wenn es um Social Media Marketing geht. Verkaufssteigerung gilt hingegen selten als Primärmotiv im Social Web. Laut einer Studie von Social Examiner sehen nur 43% der Befragten Verkaufssteigerung als Vorteil von Social Media, während andere Aspekte hier oft doppelt so hohe Werte einfahren. Jedoch sind Verkaufssteigerung und eine clevere Verknüpfung des POS mit Social Media durchaus möglich, wie zahlreiche Cases beweisen.

C&A „Fashion Like“

Beweis dafür ist die Kampagne  „Fashion Like“ von C&A Brasilien, welche die Kaufentscheidung der Kunden erleichtern soll. In einem Facebook Tab können Fans Kleider liken und die Like-Anzahl wird zeitgleich auf speziellen Kleiderbügeln in ausgewählten Filialen angezeigt. Somit sieht man beim Einkaufen sofort, was bei der Community gut ankommt. Der Tab wurde erst vor Kurzem mit der neuen Kollektion befüllt, was zeigt, dass sich die Kampagne bewährt. Und das Ergebnis der Kampagne kann sich sehen lassen! Denn nach Tab Launch im April 2012 war die Hälfte der Kollektion bereits in 24 Stunden ausverkauft. Der Tab erreichte von April bis Mai 2012 53.674 Views und die Facebook Page gewann in nur wenigen Wochen 76.622 Fans. Außerdem erreichte das Projekt in den ersten Wochen schon 7.000 Erwähnungen auf Twitter und weitere 1.682 Erwähnungen auf Blogs und Websites. Bei der aktuellen C&A Cavalli Kollektion wurde neben dem „Fashion Like“ Facebook Tab auch  Instagram integriert. C&A postete 5 Zitate des Designers auf Instagram und Fans waren aufgefordert, unter Verwendung eines Hasthags ihre Interpretation der Zitate bzw. ihre Looks zu den Zitaten auf Instagram zu posten. Die Gewinner werden mit Preisen belohnt und erhalten einen exklusiven Eintritt zu einem Vorverkaufs-Event der Kollektion, sowie C&A Gutscheine.

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Etsy auf Pinterest

Die Pinterest-Präsenz von Etsy zeigt, dass neben Facebook & Instagram sich auch Pinterest zur Verkaufsseigerung eignet. Durch den Pinterest Auftritt der Marke konnten die View- und Verkaufszahlen von Etsy Produkten bis zu 20% gesteigert werden. Innovativ bindet Etsy auch Gast-Pinner ein, um so mehr Follower zu erreichen.

Social Media kann also durchaus auch dafür eingesetzt werden, Verkaufszahlen zu steigern. Durch innovative und kreative Konzepte kann es gelingen, Social Media für Sales einzusetzen!

October 31 2013

October 30 2013

Apps für (Social Media) Manager, und die, die es vielleicht werden möchten:

Egal ob iPhone, Android & Co. (oder eventuell sogar noch BlackBerry?) – ein Smartphone kann den (Arbeits-)Alltag jedenfalls doch um einiges erleichtern. Also haben wir euch eine kleine, feine Liste trendiger Apps zusammengestellt, die Spaß und Effizienz versprechen und das im beruflichen Umfeld aber auch im privaten Raum der Digital Branche und ihrer affinen.

Here goes:

Ideaflight
Ideal für Zettelwirtschaftsverweigerer: mit Ideaflight lassen sich Präsentationen auf iPads teilen und kontrollieren. Für grüne Unternehmen und Touchscreen Fans.

Ideaflight am iPad

HootSuite / SocialOomph / TweetDeck / Facebook Pages Manager
Ein Social Media Manager braucht ein Social Dashboard. Oder mehrere. Egal welches man schlussendlich verwendet, der Grundgedanke dahinter zählt, und zwar, dass man bequem Posts timen, bearbeiten und verwalten kann und das von möglichst allen Plattformen und Netzwerken gleichzeitig in einem Schritt. Facebook, Google+, Twitter, LinkedIn, etc. am besten alle gleichzeitig, wie zum Beispiel bei HootSuite oder SocialOomph möglich. Wer sich lieber auf eine Community beschränkt, Twitter zum Beispiel, ist bei TweetDeck richtig, die hilft Twitter übersichtlich und on the go to verwalten. Speziell für Facebook ist der Facebook Pages Manager zu empfehlen. Mit solchen kleinen Helferlein verpasst man nie eine Nachricht oder einen Kommentar und ist in seinem Alltag auch noch flexibler. Plus!

Skitch
Nützlich und repräsentativ, lässt Skitch, das zu Evernote gehört, Fotos, Karten und Sceenshots bearbeiten, Labels erstellen oder kommentieren. Definitiv auch eine kleine Spielerei, die bestimmt nicht nur im Büro Anwendung finden wird..

Skitch in Aktion

Doodly Doo
Wer genug von Smileys, Stickern und Text Chats hat – der verschickt einen Doodle, eine Kritzelei. Als Hintergrund kann ein Foto dienen, ein Screenshot, ein selbstgekritzelter Doodle oder eine (Land-)Karte. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und Doodly Doos können an alle Kontakte, versendet werden, egal ob der Empfänger ebenfalls die App nutzt oder nicht. Wer (noch) kein Doodly Fan ist, empfängt die Nachricht als SMS, oder wahlweise auch als Whatsapp Nachricht. Doodlies können auch an die Facebook Wall geposted werden, oder auf Twitter oder Pinterest auftauchen. Let’s doodly doo!

Doodle Messages

Die Doodly Doo App – Spielerei für Groß & Klein

Fontself & Notegraphy
Individualisten aufgepasst, hier gibt’s kreative Fonts für euer iPhone oder Androide von Fontself und Notegraphy. Das Leben ist bunt, warum nicht auch sure SMS, Emails und Texte?

Individuelle Schriftarten und Typos auf dem Smartphone

Individuelle Schriftarten und Typos auf dem Smartphone

OmniFocus
Als digitaler Projektmanager hält OmniFocus, was es verspricht: nämlich, dass man seinen Fokus und das Auge immer und überall zugleich hat. Projekte lassen sich anlegen, To Do Listen schreiben, Deadlines festsetzen, und alles farblich kennzeichnen oder nachverfolgen. Damit man immer weiß was wann wie wo fertig sein muss. Der perfekte Durchblick, rund um die Uhr, auf einen (Display-)Blick, designed für iOs 7.

Evernote
Evernotes Slogan, „Ihr virtuelles Gedächtnis“ spricht Bände: jedes Erlebnis kann festgehalten werden, Dokumente abgespeichert, Fotos gemacht, Audio Dateien aufgenommen, Projekte entworfen werden.. Und dann wird alles gespeichert und auf alle Geräte synchronisiert, auch mobile Devices. Kein unnötiger Papierkram, keine To Do Listen mehr.. So bringt man ruck zuck Ordnung in sein Leben.

Talkboard
Eine Mischung aus Ideaflight und Doodly Doo, lässt Talkboard Doodles auf iPads teilen. So kann man zusammen brainstormen, doodlen oder sich einfach lustige Sketches und Nachrichten zukommen lassen. Büro und Freizeittauglich und noch dazu gratis.

Talkboard - zusammen doodlen, in Echtzeit

Talkboard – zusammen doodlen, in Echtzeit

Baristame
Und wer viel Kaffee und Espresso braucht, um durch seinen Social Media Tag zu kommen, der ist bei Baristame vielleicht richtig. Infografiken zu Kaffee vs. Milchgehalt, Kaffeequiz und eine Übersicht über das breite und oft verwirrende Kaffeeangebot. Für den Büro und Freizeit Gebrauch als Spielerei oder zur Weiterbildung. Gratis und empfehlenswert.

Hilft dem müdesten (Social Media) Manager wach zu bleiben. Versprochen.

October 17 2013

http://frag.mcdonalds.at – Eine digitale Transparenz Offensive

Noch Fragen?
Bereits im August hat McDonald’s Österreich die Plattform Unser Essen. Eure Fragen gelaunched, um Verbrauchern Fragen zu Big Mac & Co. zu beantworten und mit Urban Myths aufzuräumen; Fragen können schnell und einfach über die Plattform gestellt werden, die Antworten dazu können dann direkt in privaten Netzwerken, Facebook, Twitter, Google+, mit Freunden geteilt werden. Noch nie war es so einfach von einem Unternehmen Antworten auf Verbraucherfragen zu bekommen.

Anmeldung per Facebook oder Twitter.

Anmeldung per Facebook oder Twitter.

Mit Support von 1-2 Mitarbeiterinnen von vi knallgrau kümmern sich Ursula Riegler und Claudia Bazanella von McDonald’s Österreich werktags von 9 bis 18 Uhr um den redaktionellen Part und die Beantwortung der User Fragen, DDB Tribal hosted & wartet die Plattform und kümmert sich um den technischen Support. Zum heutigen Tag sind knapp 8600 Fragen bei der Redaktion eingegangen. Geantwortet wird, wenn sich die Frage auf die Produktpalette von McDonald’s Österreich bezieht und die Netiquette beachtete wird, in Text, Bild oder mit einem Video.

Screenshot der neuen Plattform und Bild/Video Antworten.

Screenshot der neuen Plattform und Bild/Video Antworten.

Website für kritische Verbraucherfragen.
„Die großen Meta-Themen sind die Qualität der Rohwaren, die Herkunft und die Zusammensetzung bzw. Verarbeitung. Ist wirklich das drinnen, was drauf steht?“ so Ursula Riegler im Interview mit Biorama, dem Magazin für nachhaltigen Lebensstil.

Damit kann die Plattform frag.mcdonalds auch als Cyber-Kundeservice verstanden werden: Sachverhalte werden öffentlich richtiggestellt, Argumente der Kritiker entkräftet, Berührungsängste genommen. Die Plattform ist für alle zugänglich und einsehbar, wer keine Frage stellen möchte, kann trotzdem in bereits gestellten Fragen stöbern oder sie in sozialen Netzen verbreiten.

Transparenz = Marktforschung.
Seit Jahren informiert McDonald’s nun schon offen über Zutaten, Nährwerte und Inhaltsstoffe – im Restaurant ebenso wie auf der eigenen Website. Mit der Plattform setzt das Unternehmen diese Transparenz konsequent fort. Weiter positiver Nebeneffekt: Marktforschungsmöglichkeiten. Feedback zu Produkten kann direkt an entsprechenden Stellen weitergegeben werden, Sortimentswechsel und (Wieder-)Einführungen von beliebten Speisen nicht ausgeschlossen.

Und allen Grund stolz zu sein hat McDonald’s ja. Die Kollegen von McDonald’s Deutschland haben die neue Questions & Answer Plattform bereits im Juli integriert, nach 400.000 Leute besuchten die Plattform in den ersten sechs Wochen, über 5000 Fragen wurden gestellt. Vor kurzem folgte auch McDonald’s Schweiz. Dort können Anfragen nicht nur über Facebook oder Twitter, sondern auch per Email eingebracht werden; je nach Fragemenge erhält der User innerhalb von 3 bis 4 Tagen eine Antwort. Die häufigsten Fragen und die zugehörigen Antworten haben die Schweizer bereits vorab schon auf der Microsite veröffentlicht.

Screenshot der neuen Q&A Plattform von McDonald's Schweiz

Screenshot der neuen Q&A Plattform von McDonald’s Schweiz

Ausblick.
Aktuell bemüht sich McDonald’s in 4 Ländern und 4 Sprachen mit Mythen, Irrtümern und Halbwissen rund um ihre Produktpalette aufzuräumen: in Englisch (Kanada), Französisch (Schweiz), Deutsch (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Italienisch (Schweiz). Wir nehmen an, dass sich einige Länder und Sprachen mehr über die nächsten Monate oder Jahre hinzugesellen werden. Das kanadische Originalkonzept war den Juroren dieses Jahr beim Werbefestival in Cannes jedenfalls Gold in der Kategorie Cyber wert.

Transparenz zahlt sich eben (heutzutage) aus.

August 14 2013

Best Practice: McDonald’s neue Transparenz Kampagne “Unser Essen. Eure Fragen.”

McDonald’s Österreich hat einen neuen Geniestreich aus seinem rot-gelben Werbeärmel geschüttelt: eine großflächige Transparenzkampagne, die bist jetzt in Österreich und auch Europa noch ihresgleichen sucht.

frag.mcdonalds.at

Die neue Microsite, frag.mcdonalds.at hat schon 2 Wochen nachdem sie mit einem unspektakulären silent launch live gegangen ist, den Fans und Kritikern trotzdem bereits knapp 800 Fragen entlockt. Tendenz steigend. Vor allem, da die erste große Bewerbungsphase erst in einigen Tagen beginnt: out of home, großflächige Billboard- und City Light Plakatierung, Print, Online, und TV sind geplant, um die neue Kampagne ganz groß an den Mann (oder die Frau) zu bringen.

Anmeldung über Facebook oder Twitter

Fragen können erst nach der Anmeldung mit dem persönlichen Facebook oder Twitter Account gestellt oder verfolgt werden. Um auch bei den gestellten Fragen Transparenz zu beweisen, wird jede Frage mit Facebook oder Twitter Profil-Bild, dem Vornamen, dem erstem Buchstaben des Nachnamens und dem Herkunftsort des Frage-Stellers veröffentlicht:

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“Die Erfahrung zeigt, dass viele User identische oder sehr ähnliche Fragen zu unserem Essen haben. Twitter oder Facebook sind daher die beste Möglichkeit um eine große Community einzubinden und die Antwort zu verbreiten,“ erklärt Ursula Riegler, Unternehmenssprecherin McDonald’s Österreich.

Wer keine Frage stellen möchte, kann ohne Facebook oder Twitter Anmeldung in bereits gestellten Fragen schmökern.

vi knallgrau Task Force

Ursula Riegler und ihre Kollegin Claudia Bazanella kümmern sich zusammen mit 1-2 Mitarbeiterinnen von vi knallgrau werktags von 9 bis 18 Uhr um den redaktionellen Part und die Beantwortung der Fragen. DDB Tribal stellt die Plattform und den technischen Support zur Verfügung. Die „Task Force“ arbeitet schnell und effizient, im Schnitt ist die Antwort auf eine Frage 30 Minuten nach dem Posting online.

Fragen werden nur zum Essen von McDonald’s Österreich beantwortet; Profanitäten werden nicht auf der Plattform zugelassen, Off-Topic Fragen zur Unternehmenskultur oder Jobangeboten werden direkt per Mail oder einem Re-Tweet beantwortet, und scheinen ebenfalls nicht auf der Plattform auf.

Cannes-Gold für kanadisches Vorbild Our Food Your Questions

frag.mcdonalds läuft auch in anderen Ländern, seit Juli gibt es in Deutschland frag.mcdonalds.de und schon seit über einem Jahr läuft in Kanada die Kampagne yourquestions.mcdonalds.ca , die den Juroren dieses Jahr beim Werbefestival in Cannes Gold in der Kategorie Cyber wert war.

frag.mcdonalds.de Deutschland

McDonald’s Deutschland: Frag McDonald’s

McDonald's Canada: Our Food. Your Questions.

McDonald’s Canada: Our Food. Your Questions.

Gelobt wurde der offene Umgang und Dialog mit den Usern. Laut Ursula Riegler, werden auch andere Länder den Vorbildern folgen: “Weitere Länder befinden sich in der Planungsphase. Ein Erfahrungsaustausch zu technischen Themen, die die Plattform betreffen, findet regelmäßig statt. Auch inhaltlich tauschen wir uns innerhalb der Länder-Teams aus, um zu erfahren, wo welche Themen besonders relevant sind.”

Fans & Kritikern eine Plattform bieten

McDonald’s Ziel ist es, sowohl Kritikern eine Bühne zu bieten um mit allgegenwärtigen Urban Myths wie zum Beispiel den Pink Slime Nuggets aufzuräumen, als auch Fans Information & Transparenz zu bieten. Durch die Offenlegung McDonald’s geheimster Geheimnisse, wie den Zutaten der Big Mac Sauce, soll die Kundenbindung durch den gewonnen Sympathie-Bonus langfristig gestärkt werden.

Crowd-Sourcing & Marktforschungs-Möglichkeiten sind ein überraschender und positiver Nebeneffekt der Kampagne: Wünsche und Meldungen der User können direkt von der Plattform an die entsprechenden Stellen bei McDonald’s weitergegeben werden, Sortimentswechsel und Wiedereinführung von beliebten aber ausgeschiedenen Produkten sind daher nicht ausgeschlossen.

Der Ton macht die Musik

Viele Mythen ranken sich um McDonald’s, von der Zubereitung der Produkte, zu den Inhaltsstoffen, viele geschürt von Videos wie denen von TV-Chef Jamie Oliver. Dass sich diese Informationen meist auf Produkte und Lebensmittelgesetze aus Amerika beziehen, ist vielen Kritikern und Konsumenten in Österreich nicht klar.

Um solchen Missverständnissen vorzubeugen und der Transparenz noch ein Krönchen draufzusetzen, veröffentlichte McDonald’s Österreich deshalb zum Kampagnen Start eine Allergene Liste & Nährwerttabelle auf ihrer Homepage. So können Kritiker, Diabetiker, Veganer, Vegetarier, Zöliakie Kranke uvm. sich vorab genauestens informieren, welche Inhaltsstoffe, Allergene und E-Nummern sie mit den jeweiligen Speisen zu sich nehmen.

Nährwerttabelle und Allergene Information McDonald's Österreich

Nährwerttabelle und Allergene Information McDonald’s Österreich

Die Plattform kann somit auch als riesiges, Cyber-Kundenservice verstanden werden, zur Aufklärung der Sachverhalte und Entkräftung der Argumente der Kritiker, die oft selbst trotzdem noch Stamm-Gäste sind. Was bei dieser Kampagne zählt sind die Inhalte, keine leeren Worte, keine Floskeln, kein Marketing- oder PR BlaBla. Der gute Ton, wird über die Glaubhaftigkeit und den langfristigen Erfolg der Idee „Frag McDonald’s“ entscheiden.

Beispiel: Domino’s Pizza

Domino’s hat ebenfalls mit einer Art Transparenzkampagne gepunktet, und zwar, als sie Photoshop den Kampf angesagt haben. Frei nach dem Motto, was gut ist, braucht auch nicht schön „gefaked“ werden, wehrte sich Dominos gegen aufgemotzte Verpackungsbilder und Abbildungen von Lebensmitteln. Kein retuschieren mehr, alles à la nature.

Dass ein Blick hinter die Kulissen, aber auch gründlich in die Hose gehen kann, beweist der Faux Pas einiger Dominos Mitarbeiter, die zur gleichen Zeit einen YouTube Clip veröffentlichten, auf dem zu sehen war, wie sie auf vorbestellte Dominos Pizzen spuckten. Die Pizzabäcker wurden gefeuert, der CEO entschuldigte sich öffentlich und sprach von einem Ausnahmefall. Tja. Manchmal tut die Wahrheit eben auch weh.

Fazit

Generell sind Transparenz Kampagnen ein gewagter Schritt nach vorne, ganz nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Indem man entdämonisiert, Urban Myths enttarnt und Berührungsängste nimmt, nimmt man den selbst ernannten Whistleblowern gleich den nötigen Wind aus den Segeln.

Wir können uns sicher sein, dass frag.mcdonalds.at nicht die letzte Kampagne ihrer Art gewesen sein wird.

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Hier gehts zum offiziellen frag.mcdonalds.at YouTube Video:

McDonald’s Österreich auf Facebook:

July 11 2013

July 03 2013

Crowdsourcing mit Quetschn und Steirerhut



Kennt ihr Gnackwatschn? Fünf junge Steirerbuam rocken derzeit unter diesem klingenden Namen durch Österreich. Sie setzen klassichen Ska- und Rocksounds mithilfe von Trompete und Quetschn den Steirerhut auf, interpretieren Tradition und Mundart auf ihre ganz eigene Art.

Damit haben sie seit ihrer Gründung in 2010 schon viele Fans für sich gewonnen. Nichtsdestotrotz sind sie den meisten Österreichern noch recht unbekannt.

Wir behaupten: Das geht nicht. So viel Power und Potenzial muss unterstützt werden. Deswegen haben wir uns an ein einzigartiges Crowdsourcing-Projekt herangewagt. Zusammen mit unserem Kunden Puntigamer haben wir die Community dazu aufgerufen, einen österreichischen Sommerhit zu schreiben.

Im Rahmen einer Facebook-App konnten die User einen Monat lang jede Woche Strophen für den Sommerhit einreichen. Gnackwatschn hat schließlich die besten vier Strophen ausgesucht und daraus einen Song gebastelt, der den Titel "Sommerhit" wirklich verdient.

Uns hat dieses neuartige Crowdsourcing-Projekt irre viel Spaß gemacht. Vielleicht machts euch ja genau so viel Freude. Oben könnt ihr euch anschauen, wie der Song "Jetzt Is Da Summa Do" entstanden ist. Hier könnt ihr euch den Song direkt anhören und herunterladen. Holareiduljo!

April 29 2013

Prosten statt poken



Durchs Anprosten neue Facebook Freunde gewinnen – geht so einfach: Im Bierbecher ist ein Chip versteckt, der mit der Facebook App am Handy kommuniziert. Beim Anstoßen der Becher werden die beiden Anstoßenden befreundet. Anstößig? Nein, aber manche haben Respekt vor dem was das für die Privatsphäre bedeutet – nicht zuletzt hat Facebook ja damit Schlagzeilen gemacht, dass Einzelpersonen wegen trunkener Statusmeldungen ihren Job verloren haben. Jetzt hätten sie immerhin ein paar mehr Freunde gemacht :-)

March 22 2013

Facebook Fan enthüllt Opel-Weltpremiere in Genf



Doppelte Premiere am Genfer Autosalon: Eine der 1,4 Millionen Facebook Fans von Opel durfte bei der Weltpremiere des neuen Cabrios "Cascada" vor Journalisten aus aller Welt das Tuch vom Fahrzeug ziehen.

Aber auch Fans die nicht vor Ort waren, können Weltpremiere spielen: Auf dem Cascada-Tab auf Facebook können sie für ihre Freunde den Zeremonienmeister spielen und ihnen ein exklusiv produziertes Enthüllungsvideo mit den Designern des Fahrzeugs präsentieren:



Tada!

March 12 2013

March 01 2013

February 12 2013

January 31 2013

January 14 2013

Louis Vuitton Digital Review 2012



So einen Jahresrückblick hätte jeder gerne: Louis Vuitton präsentiert ein eigenes Video, das die Digital Marketing Projekte des vergangenen Jahres zusammenfasst.

December 03 2012

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