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February 18 2014

Tags: Insights

February 12 2014

Native Advertising

Content Marketing und Content Curation ist in aller Munde. Das hat auch einen ganz einfachen Grund. Die Nutzer verlangen unterhaltsame und interessante Inhalte, die an sie herangetragen werden. Alles andere langweilt sie zu Tode. In dem Zusammenhang fällt auch immer häufiger das Schlagwort “Native Advertising”.

Werbung nervt! Im Gegenteil.

Mit Native Advertising scheint sich endlich eine Form der Werbung zu etablieren, die Werbung im passenden Kontext (Thema, Zielgruppe) platziert. Anstelle eines nervigen Banners, erscheint die Werbung als redaktioneller Beitrag, der vom Publisher meist mit dem Zusatz “Sponsored Post” oder “Anzeige” kenntlich gemacht wird. Im besten Fall stören sie den Leser nicht, sondern bieten ihm einen Mehrwert!

Best Practices Native Advertising

Zu den wohl bekanntesten Beispielen für Native Advertising zählt die Fotoserie von Pepsi NEXT über 10 beautiful places in the world that actually exist bei BuzzFeed. Pepsi NEXT kommuniziert seine Markenwerte mit einzigartigen Fotos auf einer reichweitenstarken Plattform. BuzzFeed profitiert von der Qualität der Inhalte und kann gleichzeitig an der Werbung verdienen. Native Advertising lohnt sich also für beide Seiten.

SponsoredPost_Buzzfeed

apiOmat mit einem redaktionellen Beitrag in der t3n über Backend as a Service. Sponsored Posts bieten den Vorteil, dass sich in den Netzwerken der Nutzer verbreiten können, wenn der Publisher Social Sharing integriert hat. Bei diesem Beitrag sieht man, dass er sich auf Google+, Facebook und Twitter verbreiten konnte.

SponsoredPost_t3n

Die Native Advertising Landschaft

Die Native Advertising Landschaft ist vielschichtig. Ein Posting bei Facebook, das mit Werbung gepusht wird (“Sponsored Story”) unterscheidet sich von einem redaktionellen Sponsored Post bei der Frankfurter Rundschau, unterterscheidet sich wieder von einem Blogbeitrag eines Unternehmens, der wiederum durch ein Empfehlungswidget von Plista oder Outbrain weiterverbreitet wird. Auch die empfohlenen Playlists bei Spotify gehören zu den Native Ads. Native Ads können redaktionelle Beiträge (“Sponsored Post”), Videos (“Sponsored Videos”), Links oder Playlisten sein. Eine Übersicht über die Native Advertising Landschaft bietet folgende Grafik von nativeadvertising.de:

Native Advertising

Jan Rezab, CEO von Socialbakers, beschreibt Native Ads als Teil der User Experience, die der User während des Scrollens seines News Feeds in Facebook, Twitter oder YouTube macht. Allerdings beschränkt er sich mit seiner Definition nur auf Social Media. Native Ads können wie bereits gezeigt als Sponsored Posts auf Nachrichtenseiten erscheinen. Native Ads sind immer bezahlte Inhalte von Unternehmen, die mit ihren Inhalten das Markenengagement erhöhen oder den Markenwert in der relevanten Zielgruppe steigern wollen.

Was ist dran am Native Advertising Trend?

Hurra, ein neues Mittel gegen Banner-Blindheit ist geboren!!! Wir können endlich alle aufatmen. Wieder werden unzählige Beiträge über Native Advertising geschrieben, Infografiken gebastelt, vielleicht sogar ein BarCamp, ach was gleich eine Konferenz, ins Leben gerufen. Ein bisschen Angst bekommt man ja heutzutage schon, wenn ein neues Buzzword sich anschickt, ein altes zu ersetzen.  Schon die Vermischung von “Sponsored” und “Native” irritiert ein wenig. Das was da als neuer Trend beschrieben wird, gehört bereits zum Alltag eines Social Media Managers. Neu ist eher das Format bei Publishern. Aber wenn man es ganz genau nimmt, ist das nichts weiter als die Fortführung von Advertorials in Onlinemedien. Dennoch wird unter dem Stichwort ein neuer Trend zusammengefasst, den seit kurzem auch Google verfolgt. Mit seiner DoubleClick Ad Plattform können Publisher wie Forbes leichter Native Ad Formate austesten und deren Performance messen. In jedem Falle ist ist es ein weiterer wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Content Strategie, um sicherzustellen, dass sich die interessanten Inhalte auch bestmöglich verbreiten.

 

 

 

 

 

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January 20 2014

Twitter macht ernst mit Social CRM

Wir wollen es alle wissen: Wie erreiche ich mit Social Media meine bestehenden Kunden, ohne wieder von vorne beginnen zu müssen?

Bisher hat Social vor allem bewiesen, wie es Consumer Brands neue Zielgruppen bescheren kann. Was aber mache ich dann mit diesen Menschen? Und was mache ich mich Kunden die ich bereits habe, aber vielleicht nicht mehr über alte Kanäle erreiche – weil sie alle nur noch in Social aktiv sind?

Twitter hat ein Reply auf diese Frage: Tailored Audiences.

CRM Audiences

Anders als bei Facebook, wo ich meine bestehende Kundengruppe durch ähnliches Targeting zu treffen versuche und auf Überschneidungen hoffe, gebe ich Twitter personalisierte Daten aus meinem CRM-System frei und mache einen Match auf Twitters Userdatenbank.

Creepy? Ja, aber daran haben wir uns ja andernorts bereits gewöhnt. Im Prinzip ist es nur konsequent, aus den Möglichkeiten des Social Web zu schöpfen. Bei Unzufriedenheit bereinigt sich der Markt von selbst – davor ist niemand gefeit.

Für Unternehmen bedeutet das neue Twitter-Angebot jedenfalls zwei Dinge:

  1. Wie schnell schaffe ich eine Schnittstelle aus meiner Kundendatenbank an Twitter?
  2. Wie nutze ich das gewonnene Wissen über Influencer aus meinem Kundenstamm für mein Geschäftsmodell?

Fotoquelle

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Tags: Insights

January 08 2014

Consumer Brands Trends 2014

Consumer Brands Trends 2014 Infografik

Welche Trends prägen den Online-Auftritt von Consumer Brands 2014?

Unser Herz schlägt für Consumer Brands.

Auch 2014.

Wir sind auf 3 zentrale Trends gestoßen, von denen wir überzeugt sind, dass sie die Kommunikation von Consumer Brands prägen können und werden.

Hier geht’s zur vollständigen Infografik als PDF.

 

#hyperme

Selfie, das Wort des Jahres 2013: forciert von online Plattformen, hat Selbstdarstellung Kultstatus erreicht. Der Hype um die demokratisierte Marke „Ich“. Dementsprechend gilt es nun für Consumer Brands das Ich auf ein Podest zu heben, den User in seiner Selbstinszenierung zu unterstützen und zu zelebrieren. Als Ausprägung davon können Marken ihre Inhalte Teil-Zielgruppen exklusiv anbieten und Location Based Services nutzen, um Usern maßgeschneiderte, relevante Informationen zuzuspielen.

hyperme

Ein paar #hyperme Eindrücke:

  1. Der Instagram Channel von Alonso Mateo, einem 5-jährigen der seinen Modegeschmack (aka den seiner Mutter) öffentlich zur Schau stellt. Nicht nur Selfies aber auch ein treffendes Beispiel für Selbstdarstellung. Alonso hat knapp 80.000 Follower.
  2. Eine Infografik über das “Selfie Syndrome” mit interessanten Studienergebnissen, so zB. dass Facebook-User eher narzistische und unsichere User sind.
  3. Die aktuelle Videokampagne von Turkish Airlines in der Kobe Bryant und Lionel Messi Selfies aus der ganzen Welt verschicken.
  4. Der “Generous Upgrader” des Schokoladenproduzenten Anthon Berg, der User entsprechend ihres Flugplatzes mit kleineren oder größeren Überraschungen beschenkten.

 

#storydoing

Ganz nach dem Motto „storytelling ist gut, storydoing ist besser“ kehren Consumer Brands Storytelling nun den Rücken und leben erstmals aktiv die Geschichten, von denen sie ihrer Community bislang erzählt haben. Auf Worte folgen 2014 Taten, sogenannte Metastories: aktiv statt narrativ, werden nun in Projekten und Branded Content, Stories gelebt. Für die User ein berührendes und aktivierendes Erlebnis zugleich, das mit Marken-Loyalität belohnt wird.

storydoing

Ein paar #storydoing Beispiele:

  1. TOMS Schuhe die den Charity Gedanken mit One for One leben indem sie für 1 gekauftes Paar Schuhe, 1 Paar Schuhe an bedürftige Kinder verschenken. Die Consumer Brand ist so erfolgreich, dass sie jetzt auch andere Marken in ihren Social-Marketplace mitaufgenommen hat.
  2. Die märchenhafte Geschichte von 40 Days of Dating, in der zwei befreundete Designer beschließen sich zu daten und die Erlebnisse getrennt voneinander festhielten. LeserInnen konnten mehr als 1 Monat lang mitfiebern und jeden Tag aufs neue erleben wie es den beiden gerade mit ihrer Love-Story geht.
  3. Anstatt einen Teaser zum Kinofilm Walter Mitty zu produzieren, verwendete Filmproduzent Casey Neistat die gebrieften $25.000 Budget um den Opfern des Taifuns auf den Philippinen zu helfen und dokumentierte seine Erlebnisse als Video und auf Instagram. Gerade deshalb passte die Aktion wiederum perfekt zur Story des Films: Live your dream and do something you’ve never done before.
  4. Die Geschichte des 62-jährigen Chiquinho Scarpa, der seinen Bentley beerdigte. So machte er gemeinsam mit ABTO darauf aufmerksam, dass Menschen Organspenden als ebeso wertvoll erachten sollten wie materielle Gegenstände. Durch die Aktion gelang es außerdem die Medien eine Zeitlang mit dem Pharaonenkult auf eine falsche Fährte zu führen die für zusätzlichen Buzz sorgte.

 

#flexmesh

Mit neuen Medienformaten und Kanälen wie Snapchat, SMART TV und dem Nike Fuel Armband, das jetzt auch für Drittanbieter offen ist, explodiert der Medienmarkt. Unternehmen brauchen umso dringender eine stringente und integrierte Kommunikationsstrategie, die ab 2014 Flexibilität und Kohäsion im Umgang mit neuen Plattformen gewährleisten muss: Über alle Kanäle hinweg gilt es ein und dasselbe Bild bzw. Gefühl im Kopf der Konsumenten entstehen zu lassen. Dies klappt nur flexibel und eng verwoben – eben #flexmesh.

flexmesh

Ein paar #flexmesh Endrücke:

  1. Die Snapchat Kampagne von Taco Bell, in der die Fast-Food Kette die Wiedereinführung des beliebten Beefy Crunch Burrito ankündigte. Und Taco Bell nutzt die Plattform weiterhin, besonders rund um das neue Story Feature.
  2. Die Pebble Smartwatch, finanziert durch $10 Mio. innerhalb von 30 Tagen auf Kickstarter. Was aussieht wie eine digitale Uhr, ist über WiFi mit dem Smartphone verbunden, kann Musik steuern, Anrufe beantworten und auf Apps wie Foursquare zugreifen – und durch eine offene Schnittstelle können jederzeit neue Funktionen hinzuprogrammiert werden.
  3. Recon Instustries, eine Firma die Produkte wie die JET Sportbrille herstelt. Dieses Gadget kann via Smartphone mit allen Social Apps verknüpft werden, gibt Infos zur Herzrate oder führt die Träger via GPS zum Ziel. Quasi eine “Geheimwaffe” für Sportler, derzeit noch ganz werbefrei.
  4. Die österreichische DIY Plattform Kobakant, auf der User Anleitungen zum Selberbasteln von Wearable Tech finden. Wie zum Beispiel Anhänger der auf Klänge reagiert.

 

Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Trends das Jahr prägen werden und freuen uns schon für unsere Kunden an einer nachhaltigen Umsetzung davon zu arbeiten. So werden wir 2014 Consumer Brands und die immer stärker vernetzte Gesellschaft weiter verbinden.

Consumer Brands Trends 2014 Infografik (2,2 MB)

Consumer Brands Trends 2014 Infografik

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December 20 2013

Twitter: Weg von Text zu Bild

Veränderung – das ist die Einwort-Beschreibung für Twitter. In der kurzen Geschichte des Unternehmens hat sich das Service dauernd neu erfunden. Die 140 Zeichen sind dabei tatsächlich die einzige “Einschränkung”:

Twitter wurde eine Company und hat aus diesen 3 Bausteinen ein Advertising-Modell gezimmert mit dem es eine beachtliche IPO hingelegt hat.

Soviel zur Aufarbeitung der Vergangenheit.

Was aber bringt Twitters #Zukunft?

Es hat sich gezeigt, dass mit Facebook, YouTube und Twitter die Social Media Welt nicht endet: Plötzlich verwenden alle neue Messaging Apps die ganz ohne @ und # auskommen.

Wie konnte das passieren? Messages gibt’s bei Facebook und Twitter ja auch.

Der Unterschied liegt in zwei Punkten:

  1. Öffentlich vs Privat
  2. Signal vs Noise (=Ads)

Twitter arbeitet an 2 Baustellen an seiner Neuausrichtung, die erste ist diese:

Twitter Map

Es geht dabei um Privatnachrichten – oder kurz: Um die Zeit die wir mit Twitter verbringen. Denn Whatsapp & Co nehmen den Etablierten vor allem eines: Zeit. Und Zeit ist bekanntlich Aufmerksamkeit ist gleich Geld.

Und Direct Messages waren bei Twitter – so wie ganz Twitter – auf Text beschränkt. Was Menschen aber gerne teilen sind Fotos und Videos. Bilder.

Bilder sind die neuen Banner

Das bringt uns zu Punkt 2: Der Signal-to-Ads Cycle. Ein schönes Modell aus der gleichen Quelle wie oben:

Signal to Ads Cycle

Mit 400 Millionen Tweets pro Tag hat Twitter mehr als genug Signal. Was es braucht, sind Bilder. Bilder, die man sieht.

Bisher waren Bilder ganz normale Links. Draufklicken, ansehen.

Jetzt sind Bilder in-stream. Das vereint alle: Plattformen, Werbekunden, und es ist aushaltbar für Nutzer.

Das Ding hat auch einen Namen: Native Advertising. Das werden wir in Zukunft öfter hören.

Die Herausforderung für Brands und Agenturen bleibt: Wie mach ich Compelling Visual Content?

Die Herausforderung für Twitter: Wie baue ich ein bisher textbasiertes Medium in ein Bildmedium um?

Wir werden es sehen. Auf ein spannendes Neues Jahr 2014!

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Tags: Insights

December 19 2013

December 12 2013

December 09 2013

Empfehlungsmarketing – lies mal ein Buch!

Seit Montag, den 2.12.2013, steht mein neues Buch “Empfehlungsmarketing im Social Web” in den Bücherregalen. Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen, um ein paar Insights zum Entstehungsprozess zu verraten und natürlich vom Inhalt des Buches zu erzählen.

Empfehlungsmarketing

Nach dem Erfolg meines ersten Buches “Follow me!” und der Veröffentlichung der Zweitauflage im April 2012, stand ein weiteres Buch nicht unbedingt weit oben auf meiner Agenda. Doch nach Gesprächen mit BranchenkollegInnen und Ideenaustausch über mögliche Buchtitel mit dem Verlag konnte ich es einfach nicht lassen. Es gab mehrere Themen, die mich letztes Jahr beschäftigten: Gamification, Storytelling und Social Commerce (Waaas? Nicht Content Marketing? Nein, dazu später mehr). Da ich mich selbst nicht entscheiden konnte, worüber ich denn nun schreiben soll, fragte ich schließlich die Fans auf Facebook. Und tata! Es kam Social Commerce heraus. Das Thema war dankbar, weil es Platz ließ, um weitere Themen unterzubringen. Mit Jan Sudhoff hatte ich zudem einen Co-Autoren gefunden, der wichtiges Know-how in Sachen Kundenbeziehungsmanagement beisteuern konnte.

Kunden vertrauen Kunden – ist nun mal so!

Im November 2012 fing ich an, an dem Buch zu schreiben. Heute, ein Jahr später, steht es schließlich in den Regalen. Grundsätzlich muss ich erwähnen, dass ich das Buch sehr lange auf den Titel “Trust me” geschrieben habe, der Verlag sich am Ende aber entschied, den Titel zu ändern. Tatsächlich ist es so, dass der Verlag an dieser Stelle die Entscheidungshoheit besitzt. Daher meine Empfehlung an alle, die planen, ein Buch zu schreiben, klärt das vorher mit dem Verlag ab. Ganz ehrlich, mir hätte Trust me wesentlich besser gefallen. Das hat mehrere Gründe: Zum einen hätte der Titel “Trust me!” an “Follow me!” angeknüpft. Es wäre ein einprägsamer und unverwechselbarer Titel gewesen und er hätte auch einen Hinweis auf den Inhalt des Buches gegeben. Denn das Vertrauen der Kunden bildet die Basis für nahezu alle Maßnahmen, die in dem Buch beschrieben sind. Händler erfahren, dass Kunden ihren Freunden und Bekannten mehr Vertrauen als Verkäufern und das Empfehlungen aus dem Freundeskreis genau deshalb eine so große Sogwirkung haben. Und genau davon leiten wir die entsprechenden Strategien und Maßnahmen ab, die Händler ergreifen können, um Empfehlungsmarketing gewinnbringend für sich zu nutzen.

Die neue Konsumentenreise

Damit verbunden ist auch der thematische Aufhänger des Buches: Die neue Konsumentenreise (Customer Journey). Wie schon im Video angekündigt, haben wir uns angeschaut, wie Kunden heute zu ihren Produkten kommen, welche Schritte sie bei der Produktrecherche unternehmen, was mobile Endgeräte und Social Media zur Entscheidungsfindung beitragen. Das bedeutet, dass Händler in Bewertungen und Empfehlungen investieren müssen, die Instrumente des Digitalen Marketing bedienen können und auch auf mobilen Endgeräten ihre Produkte und Services anbieten müssen. Diese drei Displinen werden nach der Einführung inKapitel 1, “Der Handel im Wandel”, in den Kapiteln 2, “Social Commerce”, Kapitel 3, “Nutzen Sie Digitales Marketing” und Kapitel 4, “Mobile Commerce” entsprechend beschrieben. Kapitel 5, “Die Prinzipien des Handel” geht den Einflussfaktoren bei Kaufentscheidungen nach und erklärt, wie Händler sie ausnutzen können. Kapitel 6, “Strategien für erfolgreichen Handel” beschreibt sechs Strategien, die Händler konkret ergreifen können, um Kunden zu binden und Kunden zu gewinnen. Dabei stehen vor allem Bewertungen und Empfehlungen im Fokus unserer Ausführungen, aber auch Belohnungen und Content Marketing, um Kunden noch stärker zu involvieren und daraus Empfehlungen zu generieren. Kapitel 7, “Wichtige Tools für Onlinehändler und stationäre Händler” gibt wie der Name schon nützliche Tools zur Umsetzung an die Hand.

Empfehlungsmarketing für KMU

Mir ist es besonders wichtig, zu betonen, dass dieses Buch für kleinere und mittlere Unternehmen (Onlinehandel und stationärer Handel) geschrieben ist, die mehr über die Kundengewinnung durch digitale Medien, Social Media und mobile Endgeräte erfahren möchten. Zwar erfahren auch Multichannelhändler wichtige Informationen, insbesondere wie Content Marketing & Storytelling, Gamification-Ansätze und SocialCRM zur Kundenbindung und Kundengewinnung beiträgt, jedoch werden KMU das meiste aus diesem Buch mitnehmen und in die Tat umsetzen können.

Zuletzt möchte ich mich insbesondere bei der Agentur virtual identity bedanken, die mich bei der Fertigstellung des Buches nicht nur mit einem tollen Büro in Berlin Kreuzberg, sondern vor allem mental unterstützt hat. Vielen Dank dafür!

Leseprobe: Eine Leseprobe zum Buch gibt es hier.

Bestellen: Empfehlungsmarketing im Social Web könnt ihr direkt beim Verlag Galileo Press oder bei Amazon oder ihr kauft es direkt bei eurem Buchhändler um die Ecke.

Updates: Fan werden könnt ihr hier.

 

Zum Schluss möchte ich diesen Beitrag mit den Worten unseres Lektors Stephan Mattescheck beenden:

Liebe Leserin, lieber Leser,

unsere Autoren nehmen Sie mit auf Konsumentenreise! Denn wenn Sie verstehen, wie sich das Kaufverhalten ändert und warum Kunden immer mehr “Gestalter” von Kauf- und Entscheidungsprozessen werden statt nur zu konsumieren, dann werden Sie auch die richtigen Maßnahmen ergreifen, um Ihr Geschäft den neuen Anforderungen anzupassen.

Lassen Sie sich von unseren Experten für Empfehlungsmarketing und Social Commerce begleiten! Anne Grabs, Social-Media-Expertin der ersten Stunde, und Jan Sudhoff, spezialisiert auf Vertrieb und Kundenbindung, zeigen Ihnen, wie man sowohl als stationärer als auch als Online-Händler von den neuen Kunden und Möglichkeiten profitieren kann.

Sie müssen kein Social-Media-Experte sein, um dieses Buchzu verstehen. Sie sollten aber bereit sein, das Internet als Freund zu nutzen und nicht als Konkurrent zu verteufeln.

Bereit dazu? Dann verspreche ich Ihnen, dass Sie dieses Buch mit “Gewinn” lesen werden!

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und freue mich über Bewertungen, Empfehlungen und euer Feedback – hier, auf euren Blogs, als Amazon-Bewertung oder einfach nur per E-Mail!

 

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December 05 2013

December 02 2013

Let´s play! – der Gamification Workshop

Im Gamification-Workshop am 7. November 2013 erspielten Mitglieder der Strategie Austria mit uns die wichtigsten Inhalte zum Trend-Thema Gamification.

66% der deutschen Bevölkerung spielt.
46,6% der deutschen Angestellten spielen während der Arbeitszeit.
61% der CEOs und CFOs spielen während der Arbeitszeit.

Amir Tavakolian, Managing Director Retail Brands, vi knallgrau: “Gamification ist mehr als nur ein Schlagwort und mehr als nur “Games”. Gamification ist als Tool für Marken und Unternehmen nutzenstiftend im Alltag anwendbar und wir werden unsere Teilnehmer das selbst erleben lassen.”

Strategie Austria gab uns am 7.11.13 die Gelegenheit, mit ihren Mitgliedern tiefer in die Materie des Buzzwords „Gamification“ einzusteigen um ihr theoretisches wie praktisches Know How auszubauen.
Im Dachgeschoss des KURIERs im 7. Wiener Bezirk wurde gemeinsam gearbeitet, gelernt, gespielt, präsentiert und LEGO gebaut.
Eine Zusammenfassung der Workshop-Inhalte ist hier nachzulesen:

Die Psychologin Katharina Mittlböck breitete das Thema aus wissenschaftlicher Sicht aus: 

play!

Die TeilnehmerInnen aus den spannendsten und größten österreichischen Unternehmen erarbeiteten bis zum Sonnenuntergang richtungsweisende Anwendungen wie Social Games zu konkreten Problemstellungen und wollten – so das erfreuliche Review des Tages – die Inspiration mit ins Unternehmen bringen.

kurier penthouse

Danke an den KURIER für die inspirierende Workshop-Location!

Copyright Beitragsfoto: Volkswagen Fun Theory
Der Case ist mein persönliches Gamification Best Practice.

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Tags: Insights

November 22 2013

Die Tage von Video Views sind gezählt

Niemand zählt noch Video Views. Das ist keine These: die Zeiten der Ego-getriebenen Zahlengeilheit sind einer nüchterneren Betrachtung des nachhaltigen Erfolgs einer Videostrategie gewichen. Was bringen 10 Millionen Video Views, wenn sich dadurch keine längerfristige digitale Bindung mit dem Zuseher erreichen lässt? Da ist noch was zu holen – finden wir’s raus!

Views sind Süßigkeiten: Nimm zwei!

Views kaufe ich heute im Paket: 1 Million kostet so und so viel, 10 das Zehnfache. Je größer mein Taschengeld, umso größer die Zahl der Views, die ich dann stolz präsentieren kann.
Wieviel Views ein Video sammelt, hat also nicht ausschließlich mit dem “viralen Potenzial” des Inhalts zu tun, sondern schlicht und einfach mit der Kraft der Platzierung die dahintergesetzt wird. Darauf setzen alle Videoportale und Seedinganbieter gleichermaßen: Das Ego ihrer Auftraggeber zu befriedigen. Ernster gesagt: Wie sieht das denn aus, wenn Ihr Video nur so wenige Views hat?

Be kind, rewind: Der Wert von Views.

Zurück zum Anfang: Was hab ich von Views? Was hab ich von einer kurzzeitigen Kampagne, die mir in 3 Wochen 3 Millionen Views bringt?

Antwort: Nicht viel.

Views bedienen keine digitale Funktion, und setzen dem interessierten Zuseher auch nicht in Zukunft meine Brand-Inhalte vor. Wie schaff ich es also, dass meine Videos nicht – wortwörtlich, beim einen Auge rein, und beim anderen wieder rausgehen?

Natürlich gibt es Remarketing und weitere Tricks, aber ich spreche von Bindungen mit einer Marke, die eine Person bewusst, aktiv und gewollt eingeht. Richtig – wie auf Facebook mit einem “Like” einer Brand Page.

Das Ego-Equivalent

Was tut unserem Ego so gut wie eine große Fanzahl auf Facebook? Was bringt mir diesen Wohlfühlfaktor im Bereich Video?

Antwort: Es sind nicht die Views. Views sind vergleichbar zu Impressions auf Facebook, kurz: Wer hat meinen Brand Content gesehen?

Das Equivalent zur Fanzahl auf Facebook ist auf YouTube die Zahl der Abonnenten.

Abonnenten? Das klingt ja nicht sehr neu.

Ist es auch nicht. Abonnements gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Zeitungen, Newsletter, Facebook Pages und YouTube Channels folgen alle demselben Prinzip: Ein Leser/Zuseher wird auf einen Inhalt aufmerksam (gemacht) und will deren Quelle weiter nützen, um in Zukunft regelmäßig diese Inhalte zugestellt zu bekommen. Er abonniert.

dog

  • Die Zeitung kommt jeden Tag vor die Haustüre.
  • Der Newsletter kommt jeden Monat in die Mailbox.
  • Facebook Posts kommen stündlich aufs Handy und in den Browser.
  • YouTube Videos kommen täglich ebenfalls aufs Handy und im Browser.

 

Social Subscribers

Plötzlich wird klar: Seriöse Abonnenten – nennen wir sie Social Subscribers – haben eine ganz andere Qualität als Massen-Durchlauferhitzer, denen man alles vorsetzen kann.

Das gilt auch für alle anderen Social Channels: Instagram, Twitter, Pinterest, Vine, Google+, Tumblr. Hier nennt sich der Abonnent eben “Follower”. Das Prinzip ist das selbe. Einer Quelle folgen, um vermehrt Inhalte dieser Art zugespielt zu bekommen.

Aus der Summe der Social Channels ergibt sich eine weitere These: Kein anderes digitales Medium eines Unternehmens wird in Zukunft mehr Subscriber haben als Social.

  • Wie viele Newsletterabonnenten haben Sie international in Summe?
  • Wie viele Social Subscriber haben Sie international in Summe?
  • Wie sieht das Wachstum der beiden Zahlen aus?
  • Wann überholt die eine Kurve die andere?

 

Fazit

Volvo Trucks haben mit viel Geld und Witz eine Serie von Video-Hits gelandet und nicht zuletzt mit Jean-Claude Van Damme ganz viele Views gesammelt: in Summe zählt der Volvo Trucks Channel knapp 70.000.000 Views, aber nur 50.000 Subscriber.

Da hat Van Damme einen längeren Atem bewiesen als Volvo. Zugegeben, der Spagat zwischen kurzfristigem Erfolg und nachhaltiger Wirkung ist nicht immer leicht: wir wollen ja heute begeistern und morgen unseren Job noch haben.

Es spricht auch nichts gegen Kampagnen mit viel Media-Geld, um ein starkes Brand-Video möglichst vielen Menschen zu kommunizieren oder ins Gedächtnis zu rufen. Aber es sollte auch Geld, Zeit und Energie daran “verschwendet” werden, diese Menschen zusätzlich zu Abonnenten zu konvertieren.

Wir wollen ja nicht jeden Tag wieder bei Null anfangen.

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November 20 2013

Warum wir Social Media Manager mehr denn je brauchen

In den letzten Wochen wurde wieder viel über die Rolle, die Aufgaben und das Profil des Social-Media-Managers diskutiert. Johannes Lenz, Autor bei LEAD digital, startete die Diskussion mit einem Beitrag “Sind die Social-Media-Enthusiasten gescheitert?” als Antwort auf Mirko Langes Beitrag “Das Scheitern der Social-Media-Enthusiasten”, der u.a. konstatierte “Der Social Media Manager ist der neue PR-Fuzzi”. Prompt reagierte auch Thilo Specht, Unternehmensberater für digitale Kommunikation und Gründer von Cluetrain PR, mit dem Beitrag “Sind Unternehmen wirklich die Sandkästen für Social-Media-Enthusiasten?”. Was nach diesem Schlagabtausch übrig bleibt, ist die Frage, ob Social-Media-Manager nun die neuen PRler im Unternehmen sind oder ob sie noch immer Aufklärungsarbeit in den Abteilungen der Unternehmen leisten (und dafür eben den erwähnten Enthusiasmus brauchen)? Ich frage mich allerdings, ob man das überhaupt so aufgeregt diskutieren muss und bin der Meinung, dass strategisch agierende Social Media Enthusiasten brauchen.

Beitrag von Johannes Lenz

Social Media – Der Lack ist noch lange nicht ab

Social Media Marketing hat nicht zu den Umwälzungen in den Unternehmen geführt und nicht die große Revolution in der Kundenkommunikation gebracht, wie Mirko Lange sich das gewünscht hat. Das frustriert ihn. Deshalb nehmen nach seiner Einschätzung die Social Media Manager “noch nicht einmal die Rolle des PR-Fuzzis” in großen Unternehmen ein, sondern würden dort nur geduldet. Ich sehe das anders und alle Social Media Manager, egal ob in kleinen Unternehmen oder großen Konzernen werden dieser Darstellung widersprechen. Keine Image-Kampagne, kein Markenauftritt kommt heute mehr ohne Social Media aus. Social-Media-Kanäle müssen mitgedacht werden und das bedeutet heute häufig “mobil”. Facebook beispielsweise wird vor allem von unterwegs über das Smartphone genutzt. Auch hier müssen neue Konzepte her. Es gibt also noch immer viel zu tun. Nein, die Social Media Manager sind nicht gescheitert. Wir brauchen sie mehr denn je. Und natürlich gehört neben einer strategischen und konzeptionellen Denkweise auch eine gehörige Portion Enthusiasmus dazu. Denn die Dynamik im Social Web ist enorm. Ständig kommen neue Netzwerke und Tools hinzu und alte verschwinden. Der Social Media Manager behält an dieser Stelle den Überblick und kann Empfehlungen aussprechen, ob sich ein Engagement in dem neuen Netzwerk lohnt, welche neuen Tools und Lösungen unbedingt forciert werden müssen.

Social Media betrifft alle Unternehmensbereiche!

Und ganz nebenbei wären da noch die unzähligen Best Practices erfolgreicher Social-Media-Kampagnen, von Kundenservice in Echtzeit im Social Web, über Markenbranding, über gemeinsame Produktentwicklung, bis hin zu messbaren Umsatzsteigerungen durch Social Media. Da wäre zum Beispiel das LG Forum oder die giffgaff-Community, bei dem die Kunden selbst einen Großteil des Supports übernehmen. Auch der Echtzeit-Service von @telekom_hilft und @db_bahn in Twitter können als Beispiele genannt werden, wo Social Media in den direkten Kundenservice hineinreicht. Dann wären da noch die Beispiele Tchibo ideas oder das Ritter Sport Blog, wo Kunden eingeladen werden, Produkteideen einzureichen und an Produkttests teilzunehmen. Dass es nach wie vor großen Gesprächsbedarf bei den Kunden gibt, beweist auch die “McDonald’s Transparenz Kampagne” oder Siemens Kampagne /answers. Nicht zu vergessen die YouTube-Kampagnen “Evian Roller Babies” oder “Dollar Shave Club”, die mit ihren Kampagnen nachweisbar einen Imagegewinn erzielten oder neue Kunden gewinnen konnten. Ich könnte unzählige Beispiele anführen, die dem ewigen Totschlagargument widersprechen, der Erfolg von Social Media sei nicht messbar.

Kundengewinnung mittels Storytelling

Was Social Media Manager können müssen

Um die Frage beantworten zu können, was ein Social Media Manager können muss, muss klar sein, dass seine Aufgaben in alle Unternehmensbereiche hineinreichen. Er koodiniert sowohl Service- und Support-Anfragen, gibt Anregungen und Wünsche von der Community an die Produktentwicklung weiter, kommuniziert er die Marke/Produkt/Unternehmen an die Community und generiert dafür regelmäßig Content. Die Bezeichnung Content- und Community Manager ist daher meiner Meinung nach auch treffender als Social Media Manager. Dabei muss er aber immer auch die Social-Media-Strategie im Hinterkopf behalten. Der Social Media Manager muss also einerseits die Wünsche und Anliegen der Community in und auswendig kennen, und gleichzeitig muss er die Fähigkeit besitzen, sich auf die strategische Meta-Ebene begeben zu können, um Kampagnen und Konzepte in Content zu übersetzen. Und genau an dieser Stelle unterscheiden sich gute von schlechten Social Media Managern.

Klickbomben vs. Sinnstiftung

Kürzlich veröffentlichte VICE einen Artikel mit den schlechtesten Social-Media-Posts und kritisierte damit das geringe Einfallsreichtum der Social-Media-Manager (und auch implizit der Rezipienten, die auf diese einfallslosen “Klickbomben” anspringen). Übrigens: Die größte Klickbombe der letzten Wochen hat VICE ganz vergessen: Der Klick-Gau von Radio Charivari. Mit seiner Verlosung von 10.000 € auf Facebook (“der letzte Kommentar gewinnt”) sammelte der Rosenheimer Radiosender innerhalb weniger Stunden 700.000 Kommentare. Allerdings hatten sie auch vergessen, dass bei Gewinnspielen über die Facebook-Pinnwand auch Teilnahmebedingungen angegeben werden müssen. Das Posting musste daher wieder gelöscht werden. Dass die Kritik an solchen banalen Facebook-Postings ausgerechnet von VICE kommt, irritiert ein wenig, denn mitunter sucht man auch bei VICE-Postings vergeblich nach Substanz. Wahrscheinlich möchte VICE mit Beiträgen rund um die Themenperipherie “Drogen-Waffen-Sex” seine ganz eigene Aufmerksamkeit bei den Fans erzeugen.

Dennoch kommt man mit Banalität im Social Web nicht weit. Wer seine Fans nur mit Verlosungen unterhält, züchtet sich selbst das Image eines 1-Euro-Ladens heran. Wer auf Anzügliches setzt, baut sich ein Schmuddel-Image auf. Es braucht kreative Inhalte, die die Community unterhalten und zugleich die Markenwerte transportieren. Content Marketing ist nicht ohne Grund das Gebot zur Stunde und genau dafür brauchen wir gute Social Media Manager!

 

 

Tags: Insights

November 07 2013

Business 3.0 – Verrückt nach Neuem

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das Vertraute ist uns üblicherweise lieber, uns wird nachgesagt, dass wir beständig gegen Wandel und Veränderung sind, auch was unseren Konsum und die Auswahl von Produkten betrifft. Die meisten bleiben bei Marken, die sie bereits kennen. Aber Änderung ist in Sicht.

Neu, besser, aufregender – ganz in diesem Sinne sind zunehmend mehr Leute verrückt nach dem Neuen. Jeder will erster sein wenn es ums neu entdecken und vor allem sofort teilen geht. Wir fühlen uns vermehrt zu neuen Marken hingezogen wie es einst mit etablierten der Fall war. Der Trend geht Richtung „Clean Slate Brands“,sogenannte unbefleckten Marken bzw. Unternehmen.

Aber was steckt denn hinter Clean Slate Brands?

Die Tatsache, dass sie per Definition neu gegründet sind, bedeutet, dass häufig „neue“ Unternehmenswerte, wie höhere ökologische, ethische und soziale Standards bereits tief in ihren Unternehmensmodellen und -praktiken verwurzelt sind. Immer mehr Gefallen finden diese Marken, denn sie agieren geschickt und konzentriert um zu bieten was wir vermehrt fordern – „social responsibility“. Außerdem legen sie Wert auf wechselseitige Kommunikation zwischen Marke und Konsumenten und bauen dadurch eine besondere Bindung auf. Dabei reicht das Einbeziehen von Kunden von finanzieller Unterstützung der Marke, Gestaltung von Unternehmensvorgängen bis hin zu Produktentscheidungen.

Konsumenten von heute denken immer öfter auch an morgen. Und es wird mehr bezahlt, nämlich für Produkte und Services von Unternehmen welche bereit sind etwas an die Gesellschaft zurück zu geben. Genaugenommen sind laut Nielsen Umfrage von 29.000 Befragten Internet Usern 50 % bereit mehr zu bezahlen.  Das ist ein Anstieg von 45 % seit 2011.

Ökologische, ethische und soziale Verantwortung werden als schnellst wachsender Einflussfaktor auf den Markenwert bezeichnet. Das Marktsegement der „LOHAS“ (lifestyles of health and sustainabilty“) ist auf soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und alternative Medizin ausgerichtet. Naturkost, Hybridautos und Fair Trade Chai Lattes zählen zu den alltägliche Produkte dieser Gruppe.

Etabliert wird heute mit langweilig, häufig sogar mit einer gewissen Problematik assoziiert. Nur 33 % der Amerikanerinnen behaupten dass sie großen Marken trauen, im Gegensatz zu neuen, kleinen und innovativen. Bei den Briten sind es nur 28%  und 30% bei den Japanern. In aufstrebenden Märkten wiederum ist das Vertrauenslevel der Konsumenten deutlich höher: es liegt bei 83% in  China, 72% in der Türkei sowie 65% in Brasilien und Indien.

Und wie wird man nun eine „Clean Slate Brand“?

Der Clean Slate Brand Trend wird nicht jeglichen Wunsch nach etablierten Marken zerstören und natürlich kann mein ein Großunternehmen nunmal nicht einfach in ein small business umwandeln. Aber eines ist klar, der Trend hat tiefgreifende Veränderungen der Konsumentenvorlieben angetrieben. Aber auch alte Hasen können erfolgreich den Trend nutzen. Dem Kunden positive Erfahrungen mit der Marke bzw. dem Unternehmen bieten und Transparenz schaffen sind Schritte die jedes Unternehmen egal wie groß, etabliert oder neu, gehen kann. Dies kann bereites mit regelmäßigen Beantworten von Facebook Nachrichten starten und bis hin zum Einbeziehen von Kunden bei Entscheidungen gehen.

Wie große Unternehmen soziale Verantwortung übernehmen und sich mit non profits kurzschließen zeigen zum Beispiel Patagonia oder die Rewe Gruppe mit ihren Projekten Footprint oder Aufrunden.  Ein schräges und erfolgreiches Beispiel zeigt Who gives a crap eine australisches Toillettenpapiermarke, die 50% ihrer Gewinne spendet, um sanitäre Anlagen in Entwicklungsländern zu bauen.

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In ist also wer mit hilft. Coffee Joulies, ein US-Unternehmen, lässt seine Kunden mitentscheiden, ob die Produktion nach China verlagert werden soll. Neighborland st ein Beispiel, das uns zeigt wie sehr wir mitreden wollen. Ein social network fragt Anrainer und Bewohner von Städten wie man gezielt die Lebensqualität erhöhen kann. Betterplace zeigt als Deutschland’s größte Spendenplattform für Projekte verschiedenster Art und Weise, dass Konsumenten von heute Engagement zeigen, mitbestimmen und mitreden wollen.

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Ein Wandel findet also statt, hin zu sozialer Verantwortung und Marken ohne geschichtliches Erbe.  Wir können gespannt sein wer von den „Neuen“ wohl in die Geschichte eingehen wird.

 

November 04 2013

Große Typographie – darf‘s ein bisschen mehr sein?

 

Große Typographie ist in.

Und das ist auch gut so –  schließlich soll Typographie ja gut lesbar und verständlich sein. Ob in der Navigation, in Produktbeschreibungen oder in Blogeinträgen – große Typographie ist ein guter Weg, seine Message deutlich und unverschnörkselt an den Empfänger weiterzugeben.

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Wie groß ist groß?

Doch ab wann ist Copy „groß“? Das liegt hauptsächlich im Auge des Betrachters, aber hier einige Richtlinien:

  • Navigationspunkte und Call-To-Action-Texte größer als 14pt
  • eine Fließtextcopy größer als 18pt
  • Headertexte größer als 30pt
  • Bannertexte größer als 50pt
  • Jede Copy, die größer als 85pt ist

 

Woher kommt „bigger is better“?

Der Ursprung des „Big Typo“ Trends ist wahrscheinlich im Responsive, Mobile und App Design zu suchen, da die Usability hier eine zentrale Rolle spielt. Sämtliche Texte und klickbare Buttons müssen schließlich auch auf sämtlichen Gadgets mit kleinen Screens leicht les- und bedienbar sein (woher sich auch der momentane Flat-Trend ableiten lässt).

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Immer mehr Websites werden mit dem Hintergedanken konzipiert, auch auf Mobile problemlos funktionieren zu können. Daher verringert sich die Größe der Fontpalette, aus der Schriften geschöpft werden können. Dies führt dazu, dass weniger verschiedene Schriften kombiniert werden – vielmehr muss sich der Designer nun auf eine klare Größenhierarchie einer einzigen Schrift verlassen.

Folglich werden große Schriften immer größer.

Small must be beautiful too!

Die große Schrift auf großen Bildschirmen ist eine direkte Übersetzung aus den kleineren Auflösungen (wo wir auf kleinem Raum gut lesbare Texte setzen).

Das funktioniert am Besten mit viel Platz zwischen den Zeilen, wenigen Wörtern pro Zeile und einer großzügigen Spationierung.

Diese Großzügigkeit sieht auf kleinen Bildschirmen schon mal gut aus, aber was, wenn man diese Verhältnisse wiederum 1:1 auf große Bildschirme übertragen würde? Luftig! Hell! Offen!

State of the Art

Durch die Notwendigkeit, Typo auf verschienen großen Bildschirmen lesen zu können, wurde das Schriftbild geboren, das heute auf jeder „trendigen“ Website Einzug hält.

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Auch der Kontrast spielt eine wichtige Rolle: Je größer der Text, desto mehr rückt die Stärke des Kontrasts in den Hintergrund (oder deren Notwendigkeit zumindest). So können große, sehr schlanke Schriften auf Hintergrundbildern mit schwachem Kontrast trotzdem gut lesbar sein!

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Große Copy versteht sich übrigens sehr gut mit Flat Design. Das heißt, bei der Verwendung großer Schrift sollte auf Schatten, dreidimensionale Effekte und andere Schnörkeleien verzichtet werden, damit die Stärke der primären Schrift in den Vordergrund rückt.

Diese primäre Schrift sollte fett und schwer sein, und höchstens mit einer anderen Schriftart kombiniert werden. Weniger ist hier mehr (außer bei der Schriftgröße versteht sich).

Less is more

Ich möchte hier auch die Wahl des Wordings ansprechen. Genauso wie die Schrift sollte sie klar, prägnant und straight-forward sein. Je weniger Wörter und je direkter, desto besser. Die große Schrift lässt nicht viel Platz für viel Text, daher sollte man sich inhaltlich auf das Wesentliche beschränken – ganz besonders bei Headlines.

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Websites mit wenigen Unterseiten profitieren am meisten von der großen Typo. Besonders Landingpages oder Launch Pages machen davon ebenso gebrauch wie Designer, die ihr Portfolio präsentieren.

Nebenbei erwähnt: Wann lohnt es sich außerdem, große Typographie einzusetzen? Wenn dem Design eine starke Bilderwelt fehlt, kann große Typo als auflockerndes dekoratives Element dienen.

Fazit

An den richtigen Stellen eingesetzt, ist große Typo also besonders aktivierend, hat aber auch starken dekorativen Charakter. In Sachen Usability kann man auch wenig falsch machen  – denn je klickbarer, desto besser. Think big!

Tags: Insights

October 31 2013

October 30 2013

Apps für (Social Media) Manager, und die, die es vielleicht werden möchten:

Egal ob iPhone, Android & Co. (oder eventuell sogar noch BlackBerry?) – ein Smartphone kann den (Arbeits-)Alltag jedenfalls doch um einiges erleichtern. Also haben wir euch eine kleine, feine Liste trendiger Apps zusammengestellt, die Spaß und Effizienz versprechen und das im beruflichen Umfeld aber auch im privaten Raum der Digital Branche und ihrer affinen.

Here goes:

Ideaflight
Ideal für Zettelwirtschaftsverweigerer: mit Ideaflight lassen sich Präsentationen auf iPads teilen und kontrollieren. Für grüne Unternehmen und Touchscreen Fans.

Ideaflight am iPad

HootSuite / SocialOomph / TweetDeck / Facebook Pages Manager
Ein Social Media Manager braucht ein Social Dashboard. Oder mehrere. Egal welches man schlussendlich verwendet, der Grundgedanke dahinter zählt, und zwar, dass man bequem Posts timen, bearbeiten und verwalten kann und das von möglichst allen Plattformen und Netzwerken gleichzeitig in einem Schritt. Facebook, Google+, Twitter, LinkedIn, etc. am besten alle gleichzeitig, wie zum Beispiel bei HootSuite oder SocialOomph möglich. Wer sich lieber auf eine Community beschränkt, Twitter zum Beispiel, ist bei TweetDeck richtig, die hilft Twitter übersichtlich und on the go to verwalten. Speziell für Facebook ist der Facebook Pages Manager zu empfehlen. Mit solchen kleinen Helferlein verpasst man nie eine Nachricht oder einen Kommentar und ist in seinem Alltag auch noch flexibler. Plus!

Skitch
Nützlich und repräsentativ, lässt Skitch, das zu Evernote gehört, Fotos, Karten und Sceenshots bearbeiten, Labels erstellen oder kommentieren. Definitiv auch eine kleine Spielerei, die bestimmt nicht nur im Büro Anwendung finden wird..

Skitch in Aktion

Doodly Doo
Wer genug von Smileys, Stickern und Text Chats hat – der verschickt einen Doodle, eine Kritzelei. Als Hintergrund kann ein Foto dienen, ein Screenshot, ein selbstgekritzelter Doodle oder eine (Land-)Karte. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und Doodly Doos können an alle Kontakte, versendet werden, egal ob der Empfänger ebenfalls die App nutzt oder nicht. Wer (noch) kein Doodly Fan ist, empfängt die Nachricht als SMS, oder wahlweise auch als Whatsapp Nachricht. Doodlies können auch an die Facebook Wall geposted werden, oder auf Twitter oder Pinterest auftauchen. Let’s doodly doo!

Doodle Messages

Die Doodly Doo App – Spielerei für Groß & Klein

Fontself & Notegraphy
Individualisten aufgepasst, hier gibt’s kreative Fonts für euer iPhone oder Androide von Fontself und Notegraphy. Das Leben ist bunt, warum nicht auch sure SMS, Emails und Texte?

Individuelle Schriftarten und Typos auf dem Smartphone

Individuelle Schriftarten und Typos auf dem Smartphone

OmniFocus
Als digitaler Projektmanager hält OmniFocus, was es verspricht: nämlich, dass man seinen Fokus und das Auge immer und überall zugleich hat. Projekte lassen sich anlegen, To Do Listen schreiben, Deadlines festsetzen, und alles farblich kennzeichnen oder nachverfolgen. Damit man immer weiß was wann wie wo fertig sein muss. Der perfekte Durchblick, rund um die Uhr, auf einen (Display-)Blick, designed für iOs 7.

Evernote
Evernotes Slogan, „Ihr virtuelles Gedächtnis“ spricht Bände: jedes Erlebnis kann festgehalten werden, Dokumente abgespeichert, Fotos gemacht, Audio Dateien aufgenommen, Projekte entworfen werden.. Und dann wird alles gespeichert und auf alle Geräte synchronisiert, auch mobile Devices. Kein unnötiger Papierkram, keine To Do Listen mehr.. So bringt man ruck zuck Ordnung in sein Leben.

Talkboard
Eine Mischung aus Ideaflight und Doodly Doo, lässt Talkboard Doodles auf iPads teilen. So kann man zusammen brainstormen, doodlen oder sich einfach lustige Sketches und Nachrichten zukommen lassen. Büro und Freizeittauglich und noch dazu gratis.

Talkboard - zusammen doodlen, in Echtzeit

Talkboard – zusammen doodlen, in Echtzeit

Baristame
Und wer viel Kaffee und Espresso braucht, um durch seinen Social Media Tag zu kommen, der ist bei Baristame vielleicht richtig. Infografiken zu Kaffee vs. Milchgehalt, Kaffeequiz und eine Übersicht über das breite und oft verwirrende Kaffeeangebot. Für den Büro und Freizeit Gebrauch als Spielerei oder zur Weiterbildung. Gratis und empfehlenswert.

Hilft dem müdesten (Social Media) Manager wach zu bleiben. Versprochen.

October 25 2013

Wie wir Jugendliche (nicht) erreichen

Foto: Engelbert Reineke, 1988 (cc Lizenz)

Sind sie auf Facebook, hängen sie am Laptop oder sind sie gar nicht mehr online? Egal. Wer Jugendliche off- oder online erreichen will, muss sich aufs Wesentliche konzentrieren: geile Inhalte.

In letzter Zeit stolpere ich immer öfter über Studien, Umfragen und Fachartikel, die umschreiben, was Jugendliche wo im Web treiben. “Dreieinhalb Stunden Smartphone am Tag“, heißt’s im Focus. “Mehr als 90 Prozent der Teenager sind auf Facebook“, titelt internetworld.de. Besonders genial finde ich solche Studienergebnisse: “Jugend lebt mobil und online“. Hört auf!! Das wusste ich jetzt aber noch nicht! Ernsthaft? Jugendliche sind online? Wahnsinn. Oder besser: Schwachsinn.

Statt einer kritischen Auseinandersetzung mit den “Digital Natives”, bleibts meist bei dramatisch inszenierten Tendenzen. Schlauer wird dadurch wahrscheinlich niemand. Im Gegenteil: es entsteht ein kollektives Ohnmachtsgefühl in der Medienbranche.

Wie erreichen wir überhaupt noch junge Menschen? Wo treffen wir sie an? Wie können wir sie zu Lesern, Abonnenten, Kunden und Konsumenten erziehen? Klar. Schließlich sind die heranwachsenden Generationen extrem wichtige, zukünftige Markenbotschafter. Dieser Tanz um das goldene Kalb namens “Jugend” treibt vor allem im Web sehr seltsame Blüten.

Die einen rappen mit Fremdschämgarantie, die anderen versuchen sich betont cool zu geben, um die hippe Crowd zu burnen. Hie und Da springen Unternehmen auf aktuelle Webtrends auf und versuchen, ihr eigenes Ding draus zu machen. Meistens viel zu spät und meistens viel zu peinlich. Ich wette, jeder, der ab und zu online ist, kennt ein paar solcher Annäherungsversuche.

Ein bisschen weniger verkrampft, bitte

Mir ist vollkommen klar, dass es nicht leicht ist, junge Menschen zu erreichen, ganz egal ob im Web oder sonstwo. Es bringt aber nichts, darüber zu sinnieren, was Jugendliche wohl mögen oder liken könnten und dann einfach mal umzusetzen, was man selbst (30 plus?) für hip hält. Genau wie bei jeder anderen Zielgruppe, die man ansprechen und an sich binden möchte, gilt: sind deine Inhalte gut, wird das Publikum dir zuhören.

Deshalb sollte jedes Unternehmen, jede Marke, jeder Kommunikator, der im Web junge Menschen erreichen möchte, mehr Effort in die eigenen, einzigartigen Inhalte stecken. Wenns den Jungen gefällt, schauen sie es sich eh an. Warum all der Hype um die kommenden Generationen? Stehen wir doch einfach zu dem, was wir zu bieten haben. Das ist das Hipste, was wir kommunizieren können.

Vielleicht hilfts, aus der Wannabe-Rolle herauszuschlüpfen. Ein bisschen weniger den coolen Kids aus der Klasse nacheifern. Vielleicht hilfts, ein bisschen mehr “der Coole von der Schule” zu sein. Dem ist egal, was seine Mitschüler in ihrer Freizeit wo treiben. Den mag man einfach, weil er sein Ding durchzieht und sich nicht verstellt. Jemand, dem das meiner Meinung nach im Web unheimlich gut gelingt, ist der deutsche Fernsehkoch Steffen Henssler.

Wer mit dieser Empfehlung nichts anfangen kann, schaut sich bitte diesen 17-minütigen Film an, der heuer beim Toronto Film Festival vorgestellt wurde. Ein grandioser Einblick in das, was Jugendliche beim täglichen skippen, scrollen und chatten antreibt.

October 24 2013

Twitter auf höchstem Niveau

Dr. Karl Thomas Neumann eröffnet mit seinem Twitteraccount eine neue Ära!
Am 31. Juli 2013 twitterte Dr. Karl Thomas Neumann als einziger aktiver Automotive-CEO seinen ersten Beitrag:

Seit nun mehr als 2 Monaten twittert Opel’s CEO nun regelmäßig über sein Leben als Unternehmensführer, vor der Arbeit, während der Arbeit und nach der Arbeit. Er gibt damit exklusive Einblicke in das Leben als CEO, verbreitet aber auch Neuigkeiten zur Marke selbst, zu den neusten Modellen und zu Zukunftsvisionen.

Nach nur einer Woche hatte er mehr als 1000 Follower in seinen Bann gezogen und sich mit einem Vine, wie sich das für einen Social CEO gehört, bedankt:

Doch damit nicht genug
Zur IAA 2013 lud er via Twitter und Facebook zu einer Privatführung ein. 15 seiner Follower durften ihn persönlich treffen, Fragen stellen und den Opel Stand mit dem beliebten Monza Concept Car bestaunen.

KTN Privatführung

„Schneller werden, mehr Vernetzung, mehr Dialog“, nennt Neumann in einem Reply als Motivation für sein Engagement auf Twitter. Damit schafft er es unglaublich authentisch aufregend, Deutsch und nahbar zu sein – wie die Marke Opel selbst. Ein „Social CEO“ repräsentiert ein modernes Unternehmen, das transparent und offen für Kundenfeedback ist. Damit nimmt er eine absolute Vorreiterrolle als CEO ein! Gerade gestern hat Dr. Neumann ein Twitter-Interview mit Spiegel Online durchgeführt, hier die Nachlese.

Warum aber verfügen immer noch über 70% der Fortune 500 CEOs über keinerlei Social Media Präsenz?
Dies ist eine berechtigte Frage! Bisher wurde der Nutzen von Social Media für die Unternehmenskommunikation weitestgehend unterschätzt. Obwohl es heutzutage lang kein Geheimnis mehr ist, dass Social Media in sämtlichen Bereichen rasant wächst, sehen viel Unternehmensleiter das Potenzial, welches dahinter steht, einfach nicht. Gerade die jüngere Generation, sprich die potenziellen Käufer von morgen, sind am besten über Aktivitäten auf Social Media Plattformen erreichbar. Im Vergleich zu klassischer Werbung, die an den meisten Menschen durch eine immer kürzer werdende Aufmerksamkeitsspanne und Übersättigung kaum noch erreicht, steigen die Interaktionsraten auf Social Kanälen stetig.

Neugierig geworden?
Hier könnt ihr euch selbst ein Bild machen: https://twitter.com/KT_Neumann

Tags: Insights

October 22 2013

Gehen wir ins Kino?

Das internationale Kinomarketing steht im Umbruch. Social Media Marketing gilt als das Erfolgsrezept, um den Werbedruck zu fokussieren.

Die Produktion großer Spielfilme kostet Millionen-Budgets. Diese Investition muss in den Kinos und in den Home-Video-Märkten hereingespielt werden. Hier gibt es allerdings eine Reihe an Abhängigkeiten, die den Erfolg oder Misserfolg eines Films ausmachen. Und damit meine ich nicht mal die Qualität des Drehbuchs.

Kommt der Film zur Premiere, muss er am ersten Wochenende – innerhalb von drei Tagen– in den amerikanischen Kinos ungefähr ein Viertel der Produktionskosten einspielen, andernfalls droht ihm auch langfristig Misserfolg: Denn läuft der Film schlecht an, wird er in kleinere Säle, Nachmittagsvorstellungen oder aus dem Programm geschoben. Damit startet der Film international mit weniger Filmkopien, das Home-Video-Geschäft in (Online-)Shops,  und Online-Märkten sowie die Preise der TV-Lizenzen sind in der Folge gefährdet.

Kein Wunder, dass bis dato enormer Werbedruck erzeugt wurde, um das erste Wochenende zu pushen.  Dieses Total-Awareness-Buyout ist durch den fragmentierten Medienkonsum breiter Zielgruppen aber heute monetär unleistbar geworden.

kinomarketing_spendings

Abb.: Blockbuster und monetärer Erfolg.

 

 

 

Die Marketingausgaben pro Blockbuster sind seit 1998 von 15 Mio USD auf  durchschnittlich 37 Mio. USD gestiegen. Zum Vergleich: 52 Mio. USD kostete die Online-Kampagne für Barack Obama 2012.

Dumb and dumberer

Hollywoods Antwort: Wir gehen auf Nummer sicher.

Um die Investitionen für dieses exzessive Marketing wieder einzuspielen, setzen die Studios auf die Verfilmung von Literatur-Bestsellern sowie auf Sequels und Prequels einstiger Kinokassenschlager. Die Folge: Weniger Film-Vielfalt, weniger Kinogänger, weniger Geschäft – ein Teufelskreis.

Was mich erschreckt: Fast 2/3 der erfolgreichsten 30 US Filme waren 2012 entweder Sequels, Prequels oder Bestseller-Verfilmungen.

kinomarketing

Bereits 28 % der 18-24-jährigen AmerikanerInnen interessieren sich für User-Kommentare zu TV-Sendungen, ebensoviele posten gerne ihre eigene Meinung dazu.

43% der Deutschen nutzen second screen beim Fernsehen.

Hope and glory

Um diesen Teufelskreis zu brechen, gilt es erst die Zielgruppen zu identifizieren und dann eine datengetriebene Strategie zu verfolgen, wie sie auch der Sieger im letzten US Wahlkampf gefahren hat.

Breite Zielgruppen wie „12 bis 60“ oder „Familien“ helfen hier allerdings nicht weiter. An die individuellen Interessen konkreter Zielgruppen können datengetriebene Kampagnen andocken. Diese muss die Branche aber erstmal kennen. Facebook ist ein guter Anfang, integrierte Kampagnen gehen aber weiter. Nur die strategische Verknüpfung von Produktion, Marketing und Innovation wird das Kino aus dem Teufelskreis ziehen.

Das Stichwort „second screen“ meint die Erweiterung von Serien- und Filmkonsum um social networks wie miso oder getglue und Apps wie getthis. Europa ist gerade am Sprung in dieses neue Multitasking Medienverhalten. Wer jetzt Innovationskraft im Marketing beweist, wird die rare Aufmerksamkeit finden.

October 03 2013

Das Geschäft mit dem Streben nach Glück.

Apps, die besseres Time-Management vorgaukeln oder helfen wollen dich zu organisieren. Communities, die zum Glücksmomente sammeln, teilen und tauschen einladen. Oder Meditations-Apps, Lichttherapie und Inspirational Quotes… Das Geschäft mit dem (vermeintlichen) Glück boomt, und das nicht erst, seit wir neidisch auf Bhutan schauen, die dem Gross National Happiness Index mehr Bedeutung schenken, als dem Gross National Product. Das Web ist voll von sozialen Netzwerken und Applikationen, die Hilfe und Glückseligkeit versprechen.

Kann man Glück(seligkeit) kaufen? Wir haben es uns angeschaut.

Just BHappy

„Happy“ Communities sprießen aus dem Boden wie Steinpilze im Herbst. Sie rufen aber nicht zum netzwerken auf wie andere soziale Netzwerke, sondern einfach nur zum glücklich(er) sein. Happier ist eine dieser Gemeinschaften, die uns dabei helfen und inspirieren will. Die Gesichter hinter Happier behaupten, dass man sich mit ihnen schnell und einfach glücklich schauen kann: wie bei Pinterest oder einschlägigen Visionboards, gilt es bei Happier Bilder hochladen und glückliche Momente festzuhalten. Das Ziel: herauszufinden was wirklich glücklich macht und was nicht, sich gegenseitig positive Vibes schicken und so gemeinsam dunkle Wolken vertreiben.

Visionboard.

Ein Screenshot der Happier Community.

Ein weiteres Social „Happywork“ um positive Gefühle zu verbreiten, BHappy, will helfen, die kleinen Dinge des Lebens schätzen zu lernen und sie bewusst mit Freunden zu teilen. Ganz nach ihrem Motto: „Happiness is double when shared“, können bei BHappy pro Tag 60 Credits „Freude“ in einem Kommentar, als Hashtag oder Badge mit anderen Usern geteilt werden. Pro geteilte Einheit bekommt man dafür einen Bonuspunkt auf dem persönlichen Happiness-Zähler. So haben fleißige User mehr Freude (Punkte), als User, die ungern Freude schenken. Wer teilt, hat eben mehr davon.

Happynetwork

BHappy App Happiness Points

„With a little help from your friends.“

Wer nicht zwingend Badges, Hashtags und Kommentare verteilen möchte, der ist eventuell bei Moodscope besser aufgehoben: hier geht es zwar ebenfalls darum, der Community seine aktuelle Stimmungslage mitzuteilen und sich so über „Depri-Phasen“ hinweg zu retten; viel mehr geht es aber um die Erstellung eines persönlichen Stimmungs-Barometers, dem persönlichen Moodscope.

Anhand von Kärtchen mit verschiedenen Emoticons, wird der tägliche Gemütszustand ermittelt und in einem kleinen, feinen online Graph dargestellt. Der Graph wird über einen längeren Zeitraum festgehalten. Durch eine einfache Kommentarfunktion kann noch Wochen danach nachvollzogen werden, warum an einem bestimmten Tag das Wohlbefinden besonders positiv oder negativ benotet wurde. So kann man persönliche Learnings definieren und (optimalerweise) eine ähnliche Situation bewusst hervorrufen – oder vermeiden. Hier geht’s zum Video.

Der Barometer soll auch helfen, Stimmungsschwankungen rechtzeitig zu bemerken und sich im besten Fall von der Community aufzumuntern zu lassen und so den Tiefpunkt abzufangen. Der Slogan von Moodscope „mit uns wirst du glücklicher, with a little help from your friends“ trifft also auch hier genau ins Schwarze. Eine Gemeinschaft, die zusammenhält.

Happy Apps

Wer trotz Inspiration, Sinnsprüche und Happy Community immer noch Trübsal bläst, der kann sich seinen persönlichen Glücksmoment auch mit einer App aufs Handy holen: Selbsthypnose, Entspannungsübungen oder anderen Tools, Tipps und Tricks gegen Depression und Angstzustände. To go versteht sich. Hier ein kleiner Überblick über gängige Apps, die einfach nur „happy“ machen (wollen):

1. Happy Apps ist einer von vielen App Anbietern, der mit Bookmarks, Goalcharts und Visionboards die Probleme am Schopf packen will. Macht vermutlich den Chef happy, bringt vermutlich aber für die persönliche Entwicklung nichts.

2. Nicht zu verwechseln ist Happy Apps mit „The Happy Apps“, die unter anderem mit Lichttherapie (per iPhone) Glücksgefühle heraufbeschwören und Angstzustände, Kopfschmerzen etc. heilen können. Wollen. Sollen. Sagen sie.

3. Die „Happy App – Beat Depression, Anxiety & Stress, Be Happy, Feel Good, Binaural Beats & Guided Meditation“, ist, wie der Name schon verrät, ebenfalls ein echtes Schweizer Messer des Glücks: die Tools sollen helfen, das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu steigern, positive Energien freizusetzen, Stress abzubauen und schlechte mentale und emotionale Muster zu brechen. Auch bei Übergewicht, Antriebslosigkeit und Schlaflosigkeit will die App helfen, um sich rundum besser, sexier und motivierter zu fühlen. Und das alles für laue €3.59 im App Store. Ein echtes Schnäppchen?

4. LiveHappy App, will ebenfalls helfen, positive Energie freizusetzen und sie auch im Alltag zu erkennen. Inspirational Quotes, Vision Boards und sogenannte Gratitude Journals, zu Deutsch, Tagebücher in denen man festhält, wofür man dankbar ist, sollen helfen, negative Einstellungen und Erwartungen zu ändern, sich zu organisieren, zu fokussieren und so langfristig glücklicher zu werden. Erschwingliche €0.89 trennen uns vom Glück, worauf also warten?

Gratitude Journal, zu Deutsch, Tagebücher, in denen man festhält, wofür man dankbar ist.

Gratitude Journal, zu Deutsch, Tagebücher, in denen man festhält, wofür man dankbar ist.

5. Wer obriges als esoterischen Firlefanz des Flower Power Movements abtut, der ist bei MrMood genau richtig: Happiness wird hier vom User im Alleingang bemessen. Tagesverfassungen werden beschrieben und festgehalten, nicht aber mit anderen geteilt. Bei MrMood sind Kommentare zu verzeichneten Gefühlsschwankungen verpflichtend, mit Push Notifikationen wird der User regelmäßig erinnert in sich zu gehen und seine Bewertungen abzugeben. Eine schnörkelfreie App für Erfolgsorientierte.

6. Der Britische Guardian setzt ebenfalls auf einen weniger spirituellen Ansatz, und zwar auf die UK Trend App InFlow: eine kostenlose App, die, wie MrMood, als eine Art Stimmungstagebuch, Verhaltensmuster und Gemütsschwankungen aufzeichnet. Über Randnotizen lassen sich dann ganz leicht Gründe für Verstimmungen identifizieren, und Verbesserungen (oder Verschlechterungen) festhalten. Zusätzlich will InFlow aufzeigen, mit welchen Aktivitäten wir große Teile unserer Zeit verbringen und wie wir uns bei den angegebenen Tätigkeiten fühlen. Fühlen wir uns gut, erinnert uns InFlow die Tätigkeit zu wiederholen, fühlen wir uns schlecht, wird uns InFlow abraten bzw. ein Alternativprogramm anbieten, bei dem wir uns besser gefühlt haben. Klingt gut, ist aber leider nicht immer so einfach umzusetzen, Arbeitslosigkeit hat bekanntermaßen auch seine Nachteile… InFlows Motto, „Who needs therapy?“ scheint uns da also dann doch ein bisschen naiv.

In Flow App aus dem App Store.

In Flow App aus dem App Store.

Fazit:

Glücksstudien sind ein aufkeimendes Feld, die Forschung noch in den Kinderschuhen. Auch wenn Experten aktuell noch auf der Suche nach einem Universalglücksbringer sind, wissen wir doch, dass Gesundheit und Selbstverwirklichung eine große Rolle in unserer Selbstwahrnehmung und in unserem Wohlbefinden spielen. Tatsache ist aber, da ist man sich schon mal einig, dass Taten unser Glück bestimmen, und das zu mehr als 40% laut Studien.
Was sagt uns das? Egal ob die App teuer, gratis, hirnrissig oder eventuell wirklich Zeitverschwendung ist – allein DASS man etwas für die persönliche Psychohygiene und Zufriedenheit tun möchte, ist schon ein großer Schritt in Richtung Verbesserung.

Und wenn wir uns das Video „The Science of Happiness – An Experiment in Gratitude“ ansehen, dann wissen wir auch, dass Gratitude Journals vielleicht doch nicht so nutzlos und esoterisch sind, wie wir vielleicht gedacht haben.

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